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Grevenbroich: Ministerin Löhrmann besucht das "Pascal"

Grevenbroich : Ministerin Löhrmann besucht das "Pascal"

In der Mensa blieb die Küche gestern kalt, doch sonst drehte sich im Pascal-Gymnasium alles um Ernährung und den Umgang mit Lebensmitteln. Die Schule war Gastgeberin für die Zentralveranstaltung des Internationalen Projekttages der Unesco-Projektschulen in NRW.

Rund 400 Schüler und Lehrer aus 13 anderen Unesco-Schulen besuchten das Gymnasium, das seit 2011 diesem Kreis angehört. Das Motto: "Hinterm Tellerrand geht's weiter! Weltbewusst essen und leben."

Mitten drin im Treiben war auch NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen). "Bildung soll auch das Bewusstsein dafür schaffen, dass wir mit natürlichen Ressourcen schonend umgehen. Beim Kaffee etwa kommt es nicht nur auf die Qualität an, sondern auch darauf, unter welchen Bedingungen er entsteht", so Löhrmann nach dem Rundgang mit Schulleiter Manfred Schauf, Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Neben der Bühne im Pädagogische Zentrum lagen leere Chipstüten und angebissene Pizzareste — der Abfall gehörte zur Dekoration des Theater-Stücks "Reste essen", das Pascal-Schüler einstudiert haben. "Viele denken nicht über Essen nach, weil es das bei uns im Überfluss gibt. Wir wollen für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln appellieren", erklärte Michaela Neumann (17) aus der Stufe 11. Die Idee zum Stück, in dem es etwa um Massentierhaltung und Fast Food geht, hatte Ex-Schüler Niklas Thönneßen. An mehreren Stationen sahen sich die Gymnasiasten das Stück an, gingen auf Kräuter-Exkursion oder erkundeten den "Markt der Möglichkeiten".

Dort stellten die anderen Unesco-Projektschulen ihre Aktionen vor — Erfahrungsaustausch war zentraler Bestandteil des Tages. Schüler in Dortmund hatten sich bei einer Tafel informiert, wie Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt werden. Andere hatten ein deutsch-namibisches Kochbuch erstellt oder Tagesabfälle einer Bäckerei als Kreuz aufgeschichtet. "Wir haben auch erfahren, wie eine Gemeinde in Deutschland mit fairem Handel Menschen in Brasilien hilft, um ein Auto anzuschaffen, mit dem Medikamente besorgt werden können", schilderte Swenja Krüppel (16) aus Orken. "Das sind tolle Projekte", lobte Ministerin Löhrmann nach dem Rundgang.

(NGZ/rl)