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Minigolf in Grevenbroich​: Bei Simone Pickel golfen Rentner jetzt kostenlos​

Minigolf spielen in Grevenbroich : Bei Simone Pickel golfen Rentner jetzt kostenlos

Die Betreiberin der Minigolfanlage in Gustorf und ihr Mann haben sich eine besondere Aktion einfallen lassen, um Rentner zumindest für kurze Zeit finanziell zu entlasten.

Die Kostenexplosion bei Energie und Lebensmitteln treibt viele Menschen an den Rand der Armut. Betroffen sind davon auch Rentner – eine Gruppe, über die aus Sicht von Simone und Andreas Pickel von der Minigolfanlage in Gustorf viel zu wenig gesprochen wird. Damit auch Rentner, die finanziell „nicht auf Rosen gebettet“ sind, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihre Freizeit gestalten können, haben sich die Pickels etwas Besonderes einfallen lassen.

Diese Woche Donnerstag und Freitag sollen Rentner auf ihrer Anlage am Torfstecherweg so viele Runden wie sie möchten kostenlos spielen können. Voraussetzung dafür ist, dass Teilnehmer einen Nachweis darüber erbringen, dass sie tatsächlich in Rente sind (etwa durch einen Rentenbescheid).

Normalerweise kostet eine Runde Minigolf auf der Anlage, auf der es insgesamt 18 Bahnen gibt, vier Euro pro Person. Diese Gebühr soll für Rentner folglich entfallen, auch sollen sie nur die Hälfte für Getränke zahlen müssen, wie Simone Pickel ankündigt. An beiden Tagen (18./19. August) soll die Aktion von 13 bis 18 Uhr laufen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Die beliebte Minigolfanlage mit Biergarten und Outdoor-Fußball-Billard betreibt Simone Pickel seit 16 Jahren. Immer wieder lässt sich die Grevenbroicherin neue Aktionen einfallen – die jüngste Idee mit dem kostenfreien Rentner-Golfen aber kommt von ihrem Mann Andreas, der sie im Betrieb unterstützt. „Für viele Leute wird es jetzt finanziell verdammt eng. Deshalb haben wir uns entschlossen etwas für die Vergessenen der Gesellschaft zu tun, eben für Rentner“, sagt er. Denn gerade die Menschen, die in der Vergangenheit gearbeitet haben, würden gern vergessen – auch bei Entlastungspaketen.

Simone Pickel hat in den vergangenen Wochen ebenfalls festgestellt, dass manche Besucher der Minigolfanlage „den Gürtel enger schnallen“ müssen. „Statt zwei Cola wurde da nur noch eine bestellt“, sagt sie: „Und manche Stammkunden kommen jetzt nur noch einmal statt zweimal pro Woche mit ihren Enkelkindern vorbei.“

(cka)