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Grevenbroich: Millionen-Erbe: Stadt findet Verwandten

Grevenbroich : Millionen-Erbe: Stadt findet Verwandten

Er starb einsam in seiner Zweizimmer-Wohnung in der Südstadt – und er hinterließ ein Millionenvermögen. Wer das Geld erben sollte, war bisher unklar. Jetzt hat die Stadt mindestens einen Hinterbliebenen des verstorbenen Rentners ermitteln können.

"Die Verwaltung hat einen Verwandten ausfindig gemacht und dies dem zuständigen Amtsgericht in Grevenbroich bekanntgegeben", sagt Phil Schabestil, Sprecher des Landgerichts Mönchengladbach. Gestern war noch unklar, ob es weitere Angehörige des mit 73 Jahren gestorbenen Mannes geben wird. "Mit dieser Frage wird sich nun das Amtsgericht beschäftigen", erklärte Schabestiel.

Der mögliche Erbe des Vermögens, das von Mitarbeitern der Stadt auf einen Betrag zwischen 3,5 und 3,9 Millionen Euro geschätzt wurde, stammt nach den bisherigen Ermittlungen jedoch nicht aus Grevenbroich. "Er lebt außerhalb dieser Region", so Phil Schabestiel. Ob er aus Thüringen, dem Geburtsland des verstorbenen Rentners stammt, war gestern noch unklar.

Stadtsprecher Andreas Sterken bestätigte zwar, dass es einen Verwandten gibt, über dessen Ermittlung wollte er sich jedoch nicht äußern. Möglich ist, dass die Verwaltung im Standesamt fündig wurde, denn dort werden die Geburts-, Sterbe und Heiratsregister geführt.

Der 73 Jahre alte Rentner war vor zwei Wochen von der Polizei in einem Hochhaus in der Südstadt aufgefunden worden. Er lebte zurückgezogen in seiner Wohnung und war eines natürlichen Todes gestorben. Trotz seiner bescheidenen Lebensverhältnisse soll er Millionen auf dem Konto gehabt haben.

(NGZ)