Messer-Attacke in Grevenbroich: Ermittlungen laufen

Nach Messerattacke : Ermittelt wird wegen versuchten Totschlags

Nach der Messer-Attacke mit einem Schwerverletzten am Samstag laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Am frühen Montagabend war die Polizei erneut im Stadtpark und auf der Stadtparkinsel im Einsatz, auch der Rettungsdienst wurde alarmiert. Nach Auskunft der Polizei war ein Streit zwischen zwei Frauen zu einer Schlägerei eskaliert, bei einer besteht Verdacht auf einen Kieferbruch. Mehrere Personen hätten versucht, zu schlichten und die beiden zu trennen.

Am Samstag war ein 24 Jahre alter Grevenbroicher auf der Stadtpark-Insel durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden. Er sei mittlerweile gesundheitlich „stabil“, teilte die Polizei am Montag mit. Nach der Messerattacke konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann sich in Lebensgefahr befand. Der Tat verdächtigt wird ein 29 Jahre alter Grevenbroicher. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei laufen, eine Mordkommission wurde gebildet. „Wir ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Totschlags“, erklärt Benjamin Kluck, Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. In den nächsten Tagen stehen unter anderem Vernehmungen an. Wie die Polizei berichtet, kennen sich der Tatverdächtige und der 24-Jährige. „Zeugen berichten, dass es zwischen den beiden Männern bereits im Vorfeld zum Streit gekommen ist“, sagt Polizeisprecherin Daniela Dässel. Am Samstag war der Streit eskaliert, der ältere verletzte den 24-Jährigen mit einem Messer schwer. Mitarbeiter des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes der Stadt verfolgten den 29-Jährigen. Sie konnten ihn festhalten, die Polizei nahm ihn fest.

Auch die Waffe ist Gegenstand der Ermittlungen. Nach Information der Redaktion soll der Mann das Messer vor seiner Festnahme weggeworfen haben. „Wir haben ein Messer sichergestellt“, sagt Benjamin Kluck von der Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach. Nun wird geprüft, ob es sich um die Tatwaffe handelt. Bei dem sichergestellten Messer handelt es sich um ein sogenanntes Einhandmesser – eine spezielle Art von Taschenmesser, bei dem sich die Klinge mit Hilfe eines Mechanismus mit nur einer Hand öffnen lässt.

Der 29 Jahre alte Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Sowohl der 24-Jährige als auch der Tatverdächtige waren der Polizei bereits vorher bekannt – der 29-Jährige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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