Mehr Sicherheit fürs Pascal-Gymnasium in Grevenbroich

Stadt soll Vandalismus und Diebstähle an Schule verhindern : Mehr Sicherheit fürs Pascal-Gymnasium

Das Gelände des Pascal-Gymnasiums soll für 65.000 Euro eingezäunt werden, um Vandalismus einzudämmen. Eltern fordern zudem Videoüberwachung im Fahrradkeller. Wiederholt wurden Räder gestohlen oder beschädigt.

Morgen steht die Haushaltsverabschiedung im Rat an, im Etat ist für 2019 auch eine 65.000 Euro-Investition für das Pascal-Gymnasium enthalten: Ein Zaun, der das Schulareal komplett eingrenzen und unerwünschte Besucher fernhalten soll. „Wir haben seit Jahren das Problem, dass das Gelände im Sommer oder an Wochenenden zur ,Partyzone‘ wird. Danach liegen zerbrochene Glasflaschen und Zigaretten-Kippen herum, die der Hausmeister jedes Mal beseitigen muss“, schildert Schulleiter Manfred Schauf. Zudem gebe es Graffiti-Sprayereien.

Schauf hatte vor Jahren eine Videoüberwachung für das Areal vorgeschlagen, doch die Stadt habe sich für den Zaun entschieden. Details sollen in einem Anforderungskatalog erarbeitet werden.

Das ist nicht das einzige Sicherheits-Thema an der Schule. Viele Eltern sehen beim Fahrradkeller dringenden Handlungsbedarf. „Fahrräder wurden während der Schulzeit gestohlen, verwertbare Teile entwendet, Bremsen gelöst, Fahrradhelme entwendet und Reifen zerstochen“, berichtet Christian Albini, Vater von drei Kindern am Pascal und Mitglied der Schulpflegschaft. „Das war schon 2011 Thema“, ärgert er sich.

Im September dieses Jahres wurden sechs oder sieben Fahrräder aus dem Keller entwendet. Schauf vermutete professionelle Täter, der Keller wird „im Rahmen unserer Möglichkeiten von Lehrern beaufsichtigt“. Mütter und Väter fordern anderes – nämlich eine Videoüberwachung. „Mindestens 100 Eltern richteten im Oktober eine Petition an Bürgermeister Klaus Krützen“, berichtet Albini. „In Anbetracht der kriminellen Aktivitäten bitten wir Sie inständig, die Situation zu verbessern“, heißt es darin. „Mittlerweile ist Videoüberwachung in öffentlichen Gebäuden Standard“. Die Stadt habe eine solche Anlage unter Ursula Kwasny als Bürgermeisterin aus Datenschutzgründen abgelehnt. „Wir Eltern können nicht glauben, dass der Datenschutz höher gewichtet wird als die Sicherheit“, ist in der Petition zu lesen. Manipulationen an Rädern seien „lebensbedrohlich“, wenn das Kind dies erst im Verkehr bemerke.

Was Albini ärgert: „Zumindest meine Frau und ich haben seit zwei Monaten keine Antwort vom Bürgermeister erhalten.“ Laut Albini hat die Stadt das Gymnasium aufgefordert, ein Konzept zu erarbeiten. Dann habe sie erklärt, es sei kein Geld da, der Förderverein der Schule müsse das Projekt finanzieren. „Für die Sicherheit der Kinder ist die Stadt zuständig“, erklärt Albini. Zudem sei für den Zaun Geld vorhanden. „Wir stehen mit der Stadt im Gespräch. Zur Frage, wer was zahlt, ist keine Entscheidung gefallen“, sagt Schulleiter Schauf. „Heutzutage gibt es bei der Videoüberwachung Lösungen, um Aufnahmen zu verpixeln und nach bestimmter Zeit zu löschen.“ Der Förderverein hole zurzeit Angebote ein.

„Wir bedauern, dass die Eltern keine abschließende Antwort erhalten haben“, betont Stadtsprecher Stephan Renner. Videoüberwachung, so meint er, sei ein „sensibles Thema, bei dem viele Fragen geklärt werden müssen.“