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Grevenbroich: Mehr Polizeipräsenz am Grevenbroicher Bahnhof

Grevenbroich : Mehr Polizeipräsenz am Grevenbroicher Bahnhof

Polizei und Bundespolizei wollen künftig Schwerpunkt-Aktionen am Grevenbroicher Bahnhof vornehmen. Gemeinsames Ziel ist es, Drogenkriminalität und Fahrraddiebstähle zu verhindern. Das kündigte Bürgermeisterin Ursula Kwasny jetzt gegenüber dem Rat an.

Hintergrund für diese Erklärung: Die SPD-Fraktion hatte die Stadt aufgefordert, ein Lösungskonzept für den Bahnhof zu entwickeln. Dort müssten vor allem Sicherheit und Ordnung gewährleistet sein, zudem gelte es, den sich häufenden Müll zu vermeiden.

Wie es in einer schriftlichen Stellungnahme der Bürgermeisterin hieß, würden Reisende und Bürger den Bahnhof als "Angstraum" wahrnehmen, da sich dort zahlreiche Methadon-Patienten aufhielten. "Tatsächlich ist die Kriminalitätsquote dort nicht wirklich höher als an anderen Schnittpunkten der Stadt", so Kwasny. Auch eine Steigerung der Straftaten sei dort nicht zu verzeichnen. Um das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen, werde die Polizei dort künftig Präsenz zeigen, auch Fahrzeug- und Fußstreifen im Umfeld seien geplant – unterstützt von Außendienstmitarbeitern des Ordnungsamtes.

Der Bahnhofsvorplatz und das Umfeld würden regelmäßig von Unrat gereinigt. Es sei geplant, vereinzelt Sonderreinigungs-Aktionen vorzunehmen, wenn es die personellen Möglichkeiten zuließen. Zudem soll versucht werden, eine weiterführende Schule dafür zu gewinnen, den Vorplatz im Rahmen einer Patenschaft oder Arbeitsgemeinschaft sauber zu halten.

SPD-Ratsfrau Martina Suermann wollte sich mit diesen Aussagen nicht zufrieden geben: "Das sind vage Aussagen, es fehlen die Fakten." Dass Schüler für die Sauberkeit des Bahnhofs verantwortlich gemacht werden sollen, lehnte sie ab. Suermann wiederholte die SPD-Forderung: Bis zur nächsten Ratssitzung erwartet sie eine Lösung.

(NGZ)