Grevenbroich: Mehr Platz für Villa Bärenspaß

Grevenbroich : Mehr Platz für Villa Bärenspaß

Der Kindergarten "Villa Bärenspaß" soll 2012 ins Barabarahaus umziehen und wird von einer auf drei Gruppen vergrößert. Der Landschaftsverband Rheinland hat jetzt dem Konzept zugestimmt. Die Finanzierung ist gesichert.

Dem geplanten Umzug der "Villa Bärenspaß" ins Barbarahaus steht nichts mehr im Wege: Im Rathaus ist jetzt die Zustimmung des Landschaftsverbandes Rheinland für das pädagogische Konzept in den neuen Räumen eingetroffen. Der Kindergarten kann dort deutlich vergrößert werden — und auch Kinder unter drei Jahren betreuen. "Mit dem Umzug sind wir beim Ausbau unserer U 3-Plätze einen Schritt weiter und können unser Betreuungsangebot für Familien vor allem im Süden der Stadt ausbauen", sagt Birgit Schikora, Leiterin des Fachbereichs Jugend in der Stadtverwaltung,

Noch sind die Jungen und Mädchen in der "Villa Bärenspaß" in der früheren Hausmeisterwohnung der Schule an der Frimmersdorfer Straße in Neurath untergebracht. Für eine Gruppe reicht der Platz, für mehr aber nicht. "Wir betreuen hier 20 bis 22 Kinder. Unter Dreijährige können wir nicht aufnehmen, dafür fehlen Wickel- und Ruheräume", erklärt Kindergartenleiterin Andrea Strunk (35).

Das soll sich ändern — über 50 "kleine Bären" sollen künftig in drei Gruppen im Barbarahaus spielen, darunter 16 unter drei Jahren. Der Stadtrat hatte beschlossen, das leer stehende Barbarahaus — dort war früher der katholische Kindergarten untergebracht — von der Pfarrgemeinde St. Lambertus zu kaufen. Die Alternative, die seit Jahren ungenutzte alte Schule in Neurath umzubauen oder auf dem Areal neu zu bauen, war verworfen worden.

In den neuen Räumen "soll der Kindergarten eine Schwerpunkteinrichtung für U 3 werden", erläutert Fachbereichsleiterin Birgit Schikora. Das heißt, dass dort auch Kleinkinder etwa "aus Frimmersdorf, Gustorf, Neuenhausen oder der Südstadt aufgenommen werden können".

Zum Hintergrund: In zwei Jahren muss die Stadt den Anspruch auf eine U3-Betreuung gewährleisten, zahlreiche Kindergärten werden dafür umgebaut oder erweitert. Bis 2013 sollen insgesamt rund 170 Plätze in Tagesstätten und 70 Tagespflegeplätze hinzukommen.

Nun geht's in Neurath weiter voran: Die Stadt hat mittlerweile den Gebäudekomplex an der Donaustraße von der Pfarre erworben. "Wir müssen die Räume umbauen, außerdem ist ein kleiner Anbau für die U 3-Betreuung erforderlich", erläutert Dirk Schwarz, Leiter des Gebäudemanagements bei der Stadt. "Die Planung läuft. Wir hoffen, dass wir im Herbst loslegen können", so Schwarz. Auf 700 000 Euro schätzt die Stadt die Kosten für den Umbau. Nach dem bisherigen Zeitplan sollen die Räume etwa im August kommenden Jahres fertig werden.

Auch die Finanzierung steht. Vor kurzem hatte der Rat beschlossen, aus der U 3-Sonderfinanzierungspauschale des Landes 272 000 Euro für den Umbau in Neurath zu verwenden.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE