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Grevenbroich: Mehr Platz am Schneckenhaus

Grevenbroich : Mehr Platz am Schneckenhaus

Das Areal am Schneckenhaus ist jetzt um einen halben Hektar größer geworden: Die kleine Brücke ist fertig und ermöglicht den Weg über den Neuenhausener Graben auf die Erweiterungsfläche.

Allerdings soll das Gelände südlich des Gewässers nur beschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. "Wir möchten den Wald dort so weit wie möglich in seinem heutigen Zustand belassen und die Fläche nur beispielsweise für Führungen öffnen", sagt Umweltbeauftragter Norbert Wolf. Ansonsten versperrt eine Kette den Zugang. Die neue Brücke ist, wie Wolf betont, "aus zertifiziertem Hartholz, so dass kein Regenwald geschädigt wurde".

Auf der Erweiterungsfläche sollen künftig Tiere der Schutzstation ihr Domizil finden, "die etwas mehr Ruhe brauchen", so Wolf. Zunächst sind zwei Wildschwein-Junge in ein provisorisches Gehege dort umgezogen. Die beiden waren eingefangen worden, nachdem ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall getötet worden war (die NGZ berichtete).

Erst im Herbst will das Schneckenhaus-Team — nach Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde — neue Gehege für Rehe und Eulen errichten. "Damit warten wir, um jetzt die Vögel nicht bei der Aufzucht der Jungen zu stören", begründet Wolf.

Vögel sollen übrigens kräftig bei der Anlage der Hecke zur Einfriedung des Areals helfen. "Wir errichten eine Benjeshecke, schichten dafür Totholz-Reisig zu Haufen auf", so Wolf. Fürs Grün sorgen dann "beerenfressende Vögel, die in dem Holz brüten. Sie scheiden Samen von Waldgehölzen aus, die dann keimen", erläutert der Umweltbeauftragte den Entstehungsprozess.

(NGZ)