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Grevenbroich: Masterpläne für die südlichen Stadtteile

Grevenbroich : Masterpläne für die südlichen Stadtteile

Mehr Nachbarschaftshilfe – vor allem für die südlichen Stadtteile. Das erhofft sich der Planungsausschuss von dem Rahmenvertrag, den die Stadt im Oktober mit RWE Power abschließen möchte. Die Forderung der Politiker: Der Essener Stromkonzern soll auch bei der Ortsentwicklung von Neurath und Frimmersdorf helfen. Nach ersten Berechnungen der Verwaltung werden die Planungskosten für dieses Projekt rund 120 000 Euro betragen.

Mehr Nachbarschaftshilfe — vor allem für die südlichen Stadtteile. Das erhofft sich der Planungsausschuss von dem Rahmenvertrag, den die Stadt im Oktober mit RWE Power abschließen möchte. Die Forderung der Politiker: Der Essener Stromkonzern soll auch bei der Ortsentwicklung von Neurath und Frimmersdorf helfen. Nach ersten Berechnungen der Verwaltung werden die Planungskosten für dieses Projekt rund 120 000 Euro betragen.

Eine der wichtigsten Grundlagen der Rahmenvereinbarung: RWE soll der Stadt dabei helfen, weitere Wohn- und Gewerbegebiete zu erschließen. "Durch Kraftwerke, Tagebau und 1232 Mitarbeiter, die hier leben, haben wir viele Berührungspunkte mit Grevenbroich", sagt Birgit Nöcker, die bei RWE Power für Liegenschafts-Projekte zuständig ist. Das Unternehmen fühle sich daher mit der Stadt besonders verbunden. Mit einem Rahmenvertrag, der auch Nachbarschaftshilfe beinhaltet, will der Konzern vor allem auch seine Akzeptanz vor Ort stärken.

Konkrete Projekte sind im Entwurf der Vereinbarung bewusst nicht genannt worden. "Wir werden uns künftig zwei Mal im Jahr mit den Vertretern des Unternehmens treffen, um mögliche und aktuelle Vorhaben zu besprechen", sagt Planungsdezernent Werner Hoffmann. Eine Frage soll dabei regelmäßig thematisiert werden: "Wie geht RWE mit den Stadtteilen Frimmersdorf und Neurath um?"

Nach dem Beschluss zum Abriss der Erfthalle hatten Politiker aus den Ratsfraktionen mehrfach ein Entwicklungskonzept für die beiden Orte gefordert. Hierbei könnte RWE Power als Kooperationspartner tätig werden, meint Werner Hoffmann: "Das wäre ein super Punkt im Rahmen der beabsichtigten Kooperation."

Die Zukunft der beiden Orte soll im Rahmen einer Dorfentwicklungsplanung geschmiedet werden. "Wir haben damit sehr gute Erfahrungen in Hemmerden, Neuenhausen und Neukirchen gemacht", sagt Hoffmann. Das Verfahren: Ein externes Büro erarbeitet die Rahmenplanung, auf deren Basis interessierte Bürger mit Hilfe der Stadt verschiedene Projekte auf die Beine stellen. Die Planungskosten: etwa 60 000 Euro je Dorf.

Dass das Land dieses Vorhaben finanziell fördert, hält Werner Hoffmann für unwahrscheinlich: "Dennoch werden hierfür erneut das Gespräch bei der Bezirksregierung suchen — gemeinsam mit RWE."

(NGZ/ac)