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Maskenpflicht in Grevenbroich: Stadt kündigt Kontrollen an

Corona in Grevenbroich : Stadt kündigt verstärkte Masken-Kontrollen an

Im besonderen Fokus des Ordnungsdienstes liegt der Grevenbroicher Bahnhof. Weil ab Montag OP- oder FFP2-Masken Pflicht sind, steigt die Nachfrage auch in den Apotheken massiv, zum Teil auch nach Masken für Kinder. Eltern sind verunsichert.

Ab kommenden Montag sind medizinische Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und medizinischen Praxen Pflicht. Das sieht die Corona-Schutzverordnung des Landes vor. Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) in Grevenbroich wird nach Auskunft der Stadtverwaltung im öffentlichen Raum darauf achten, dass OP- oder FFP2-Masken getragen werden. „Wir werden unsere Kontroll-Frequenz weiter erhöhen“, kündigt Ordnungsdezernent Claus Ropertz an.

Im Blick hat er insbesondere den Grevenbroicher Bahnhof. „Leider wird immer noch häufig nicht beachtet, dass die Masken nicht nur in den Zügen, sondern auch im Bahnhofsgebäude getragen werden müssen“, berichtet Ropertz, der dies überwiegend auf „Unachtsamkeit“ zurückführt. Auch an Bushaltestellen gelte die Maskenpflicht und nicht nur in den Bussen selbst. Getragen werden muss ab Montag entweder eine OP-Maske, eine FFP2- oder eine „KN 95/N 95“-Maske.

Die Ordnungsdienst ist, wie Ropertz erklärt, zurzeit in voller Stärke mit zwölf Mitarbeitern im Einsatz, „ohne dass wir auf Personal aus anderen Fachbereichen zurückgreifen müssen“. Seitdem die Corona-Auflagen gelten, hat das Ordnungsamt rund 30.000 Euro an Bußgeldern eingenommen. „In der überwiegenden Zahl der Fälle geht es um die Maskenpflicht“, sagt der Ordnungsdezernent, der aber auch betont: „Wir werden keinem auflauern.“ Nicht in den Kontrollbereich der OSD-Streifen fällt die Maskenpflicht etwa innerhalb von Geschäften. „Wenn wir aber von Bürgern darauf hingewiesen werden, dass Auflagen nicht eingehalten wird, schreiten wir ein.“

Derweil verzeichnen die Grevenbroicher Apotheken einen massiven Anstieg der Nachfrage nach OP- und FFP2-Masken. Diejenigen, die zuvor mit einfachen Stoffmasken unterwegs waren, decken sich nun mit diesen Arten des Mund-Nasen-Schutzes ein. Gleichzeitig müssen die Apotheker Coupons älterer Kunden einlösen, die sich je sechs vom Staat subventionierte FFP2-Masken zum Preis von zwei Euro abholen können, sofern sie einen Berechtigungsschein von ihrer Krankenkasse erhalten haben.

„Gefühlt jeder zweite Kunde kommt mit einem Coupon“, sagt Hans-Dieter Zweckerl, Chef der Hirsch-Apotheke. 5000 Masken sind bei ihm über den Tresen gegangen, zum Teil an Unternehmen und Behörden. Den Nachschub sieht er gesichert. Auch Sebastian Leuffen, Chef der Adler-Apotheke, sieht derzeit keine Engpässe. „Am Donnerstag waren geschätzt 100 Kunden da, die Coupons eingelöst haben“, sagt er. 10.000 weitere Masken habe er geordert, zudem FFP2-Masken für Kinder. „Viele Eltern sind verunsichert“, sagt Leuffen. An nur einem Tag habe er 200 Masken für Kinder verkauft.