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Grevenbroich: Martin-Luther-King-Schule bleibt bis zum Jahr 2014

Grevenbroich : Martin-Luther-King-Schule bleibt bis zum Jahr 2014

Die Stühle im Bernadussaal reichten für die Besucher der Schulausschuss-Sitzung nicht aus: Jugendliche, Eltern und Lehrer der Martin-Luther-King-Schule wollten sich über die aktuelle Entwicklung informieren.

Der Förderschule für Lernen droht zum kommenden Schuljahr das Aus. Erster Beigeordneter Michael Heesch konnte einen Aufschub mitteilen: "2013 wird nichts mit Ihrer Schule geschehen."

Warum die Förderschule in Frimmersdorf von der Schließung bedroht ist: Zum einen sinken die Schülerzahlen, zum anderen wird auch auf lokaler Ebene der Grundsatz der Inklusion umgesetzt. Das bedeutet: Kinder und Jugendliche mit Handicap sollen Regelschulen besuchen und dort individuell begleitet werden.

Für die Martin-Luther-King-Schüler hätte die Schließung ihrer Schule bedeutet, dass sie entweder an die Schule am Chorbusch in Dormagen wechseln oder sich für integrativen Unterricht an einer Regelschule bewerben müssen. Dabei machte Marina Penz (UWG) auf ein grundsätzliches Problem in Grevenbroich aufmerksam: "Es fehlen Kapazitäten für integrativen Unterricht."

Zurzeit laufen zwischen der Bezirksregierung Düsseldorf, dem Rhein-Kreis Neuss sowie den Städten Grevenbroich und Dormagen Gespräche über eine Fusion der beiden Förderschulen am Standort Dormagen. Ein Ergebnis fehlt bisher. Das ist auch der Grund, warum die Förderschule im Frimmersdorf nicht — wie zunächst von der Bezirksregierung geplant — zum Schuljahr 2013/14 aufgegeben wird.

Erster Beigeordneter Michael Heesch sagt: "Der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Dormagen müssen sich noch über die Trägerschaft der Förderschule einigen. Sie haben sich bisher nicht dazu geäußert, wie eine Kooperation aussehen soll." Deshalb könne die Stadt Grevenbroich als Schulträger zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen Schließungsbeschluss für die Martin-Luther-King-Schule fassen. Klaus Krützen sagte für die SPD: "Es ist wichtig, dass den Eltern, Schülern und Lehrern jetzt erst mal ein Signal gegeben wird."

Das Thema ist damit nur aufgeschoben, wie Karin Roth-Junkermann von der Schulaufsicht für den Rhein-Kreis Neuss betonte: "Eines ist sicher: Die Inklusion kommt." Jetzt wollen die Grevenbroicher Schulpolitiker zunächst in den einzelnen Fraktionen über die Luther-King-Schule weiterberaten.

(NGZ/rl)