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Lösung für Verkehrsprobleme auf der Jülicher Straße in Grevenbroich steht aus

Straßenverkehr in Grevenbroich : Lösung für Jülicher Straße steht aus

Fraktion „Mein Grevenbroich" fordert Maßnahmen gegen Verkehrsprobleme.

Bürger und Politiker mehrerer Fraktionen sehen wegen Verkehrsproblemen auf der Jülicher Straße Handlungsbedarf, machten dafür etliche Vorschläge. Doch eine Lösung in ihrem Sinne ist nicht in Sicht. Das macht die Stadtverwaltung nach Gesprächen mit Kreis und Polizei deutlich. Die Fraktion „Mein Grevenbroich“ gibt sich damit aber nicht zufrieden.

Beschwerden gibt es seit Jahren. Anwohner kritisierten, dass dort gerast werde, zudem sei die Straße in zwei Kurven wegen parkender Autos unübersichtlich. „Mein Grevenbroich“, Grüne und UWG forderten Abhilfe. „Mein Grevenbroich“ hatte im Januar einen ganzen Maßnahmenkatalog von Tempo 30 bis zu versetztem Parken und Markierungen der Parkflächen beantragt.

Beigeordneter Florian Herpel informierte nun im Bauausschuss, dass der Kreis dem versetzten Parken und Parkmarkierungen ablehnend gegenüber stehe. Die Jülicher Straße sei, so argumentiere der Kreis, in ihrer Gesamtheit ein Straßenkörper, der sowohl dem fließenden als auch ruhenden Verkehr zur Verfügung stehe. Wegen der Klassifizierung als Kreisstraße – mit überörtlicher Verkehrsbedeutung – dürften Markierungen für Parkflächen nicht festgelegt werden. Die Stadt will nun prüfen, wie mit Schildern die Situation verbessert werden kann. Sie merkt zudem an, dass ein hoher Anteil an parkenden Fahrzeugen beruhigend auf den Verkehr wirke.

Auch eine bauliche „Aufwölbung“ auf der K 43, um Fahrer zu langsamem Fahren anzuhalten, lehne der Kreis, wie Herpel erläutert, ab – mit Blick auf eine mehrwöchige Tempoerfassung im Frühjahr. Dabei hätten Richtung Ortsmitte lediglich 2,8 Prozent der erfassten Kraftfahrzeuge Tempo 50 überschritten, in Gegenrichtung 1,8 Prozent. Zudem habe sich in sechs Jahren in dem Bereich nur ein Unfall ereignet. „Ganz offensichtlich kümmert es den Rhein-Kreis Neuss mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an der Spitze nur wenig, wie die Situation sich für die Anwohner tagtäglich darstellt“, erklärt Martina Suermann, Fraktionsvorsitzende von „Mein Grevenbroich“. „Ein Gespräch mit den Betroffenen wäre sicher hilfreich gewesen. Wir werden uns nicht damit zufrieden geben, dass uns der Kreis erläutert, was nicht geht, sondern erwarten Lösungen für die Menschen vor Ort. Hierzu werden wir kurzfristig die Kreistagsabgeordneten zu einem Gespräch vor Ort mit den betroffenen Bürgern bitten.“