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Grevenbroich: Loch in Neurath bleibt Rätsel

Grevenbroich : Loch in Neurath bleibt Rätsel

Die Ursache für das ein Meter tiefe Loch auf der Äuelsbergstraße ist nicht gefunden worden. Anwohner beklagen, dass es bereits in der Vergangenheit zu Absackungen in Neurath gekommen sei. Auch da blieb die Ursache unklar.

Es ist ein Fall für Sherlock Holmes oder irgendeinen anderen findigen Detektiv, der Rätsel zu enthüllen vermag: Die Ursache, was zu dem ein Meter tiefen Loch auf der Äuelsbergstraße führte, ist nach wie vor unklar. Das bestätigte Stadtsprecher Andreas Sterken auf Redaktions-Anfrage. "Sicher ist nur: Mit einem defekten Kanal hat es nichts zu tun", sagt Sterken.

Zunächst wurde vermutet, dass der Asphalt dadurch unterspült und sich ein Hohlraum gebildet habe. Mitarbeiter der Fachfirma, die das Loch inzwischen verdichtet haben, konnten dies jedoch ausschließen.

Anwohner aus Neurath beklagen inzwischen: Es war nicht das erste tiefe Loch im Asphalt, das sich plötzlich im Ort aufgetan haben soll. Das jedenfalls sagt Karsten Klostermann. Er wohnt Auf dem Strenkelrath und schildert gleich mehrere Fälle, die für Ärger bei den Anwohnern gesorgt haben. Einer davon habe sich am 23. April 2009 ereignet. "An das Datum erinnere mich so genau, weil unser Sohn damals Geburtstag gefeiert hat", sagt Klostermann.

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Wie jetzt auf der nicht weit entfernten Äuelsbergstraße habe sich damals plötzlich ein Loch im Asphalt aufgetan. "Es war deutlich tiefer als das jetzige Loch auf der Äuelsbergstraße", meint Klostermann. Er habe die Einfahrt zu seinem Haus damals mehr als anderthalb Wochen nicht nutzen können. Erst dann sei der Schaden behoben gewesen.

Stadtsprecher Andreas Sterken bestätigt, dass es in Neurath in der Vergangenheit bereits mehrmals zu Straßenabsackungen gekommen sei. "Über die Ursache sind sich die Fachleute aber nicht einig", sagt er.

Es gebe zwei Theorien. Einerseits gebe es Stimmen, die das Absacken auf eine unterschiedliche Verdichtung des Erdreichs nach dem Einbau von Kanälen zurückführen. "Andere sehen die Ursache in der Bodenstruktur. Sie könnte dazu führen, dass es über Jahrzehnte durch Regenwasser zu Ausspülungen kommt", meint Sterken. "Keine Straße ist zu 100 Prozent dicht."

Einige Anwohner in Neurath haben auch den Tagebau als Verursacher für die Absackungen in Verdacht. RWE liegen jedoch laut Unternehmenssprecher Manfred Lang keine entsprechenden Anfragen zur Prüfung vor. "Bei unserer Bergschadensabteilung ist der Fall Äuelsbergstraße ebenfalls nicht gemeldet worden", sagt Lang.

Die Arbeiten an der Äuelsbergstraße gehen in dieser Woche weiter. In einigen Tagen soll die Asphaltdecke wieder hergestellt sein. Dann kann der Verkehr wieder wie gewohnt rollen. Die Kosten für die Maßnahmen beziffert Sterken "auf einige Tausend Euro".

(NGZ/jco)