Lob von Bürgermeister Klaus Krützen: Edelknaben machen Schilder sauber

Bürgermeister lobt Edelknaben : Junge Schützen machen Schilder in Grevenbroich sauber

Eigentlich wollten sie nur die Erklärungstafeln säubern – doch weil die Edelknaben schon mal den Putzeimer in der Hand hatten, polierten sie gleich die darüber hängenden Straßenschilder mit. So trugen die jüngsten Schützen im Grevenbroicher Regiment ein wenig zur Stadtverschönerung bei. „Eine vorbildliche Aktion“, lobt Bürgermeister Klaus Krützen.

Vor einigen Jahren hat der Bürgerschützenverein etwa 60 Straßenschilder in der Innenstadt mit Tafeln versehen. Sie informieren kurz und bündig über den Hintergrund der Namensgebung – eine Niermann- oder Trimbornstraße erhielten auf diese Weise eine Geschichte.

Mit der Zeit hat sich Grünspan auf Schildern und Tafeln abgesetzt. „Das ist kein schöner Anblick“, sagt Axel Holzhausen, der gemeinsam mit Ulrich Herlitz die Edelknaben betreut. Um das zu ändern, zogen die kleinen Schützen jetzt mit ihrem Bollerwagen los. Mit Wassereimern, Reinigungsmitteln, Schwamm, Lappen und Leiter bepackt, gaben sie sich ans Werk. „Leider haben wir es nicht geschafft, alle Schilder sauber zu machen“, sagt Holzhausen. Aus diesem Grund haben die Edelknaben über ihre Facebook-Seite die Grevenbroicher dazu aufgerufen, es ihnen gleich zu tun: „Reinigt euer Straßenschild und schickt uns ein Foto davon – unter dem Motto ,Tue Gutes und rede darüber’.“ Jetzt hoffen die Jungs auf eine größtmögliche Beteiligung.

Bürgermeister Krützen unterstützt ausdrücklich diese Aktion. „Es ist eine tolle Sache, wenn junge Leute Verantwortung übernehmen – und an andere appellieren, ebenfalls ein Zeichen zu setzen“, sagt der Verwaltungschef. Dass viele Straßenschilder mit Grünspan bedeckt seien, ärgere ihn auch – zwar bemühe sich die Stadt um Sauberkeit, aber die sei nicht immer 100-prozentig hinzubekommen. „Umso besser, wenn sich Grevenbroicher ehrenamtlich engagieren, so wie es die jungen Schützen tun“, sagt Krützen.

Die Edelknaben und die Schützenjugend – insgesamt sind es 44 Jungs im Alter zwischen sechs und 16 Jahren – engagieren sich auch über die Straßenschilder-Aktion hinaus für ihre Stadt. Sie beteiligten sich etwa am Pflanz-Projekt „Grevenbroich blüht auf“ und reinigen regelmäßig die Kriegs- und Zwangsarbeitergräber auf dem Friedhof. „Auf diese Weise versuchen wir, ein wenig soziale Verantwortung zu übernehmen“, sagt Ulrich Herlitz.

(wilp)