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LLG aus Grevenroich mit German Business Award ausgezeichnet

Auszeichnung für LLG in Grevenbroich : Lohn für harte Arbeit in der Pandemie

Auch die Grevenbroicher Firma LLG als Dienstleister in der Eventtechnik trafen die Auswirkungen von Corona hart. Doch anstatt zu jammern, wurde die eigene Digitalstrategie weiterentwickelt. Dafür gab‘s den German Business Award. 

Schon mal etwas vom German Business Award gehört? Beim Grevenbroicher Unternehmen für Eventtechnik LLG (Light League Germany) war die Auszeichnung jedenfalls bis vergangenes Jahr unbekannt. Bis Christoph Zimmermann aus der Geschäftsführung erfuhr, dass LLG für den vom Online-Magazin „EU Business News“ ausgelobten Preis nominiert worden war. Als dann die Gewinner bekanntgegeben wurden, staunten die Grevenbroicher mit einer Dependance in Wuppertal nicht schlecht. „Best Full-Service Event Technology Company 2021“ steht auf der Trophäe aus Arcylglas, die jetzt die Firmenzentrale im Stadtteil Kapellen schmückt. Demnach soll LLG also das beste deutsche Unternehmen für Veranstaltungstechnik mit einem Komplettservice sein.

„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung“, sagt Christoph Zimmermann. Da spielt es für ihn auch keine Rolle, dass der erst seit 2017 ausgelobte Preis des in England ansässigen Medienunternehmens noch nicht die ganz große Strahlkraft besitzt. „Für andere bedeutet dieser Award vielleicht nicht so viel, für uns intern aber schon. Denn ich weiß, wie viel Blut und Schweiß wir reingesteckt haben. Und dass unsere harte Arbeit dann von anderen bemerkt wird, ist für unsere Mitarbeiter eine ganz tolle Motivation“, erklärt Zimmermann.

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Wobei er nicht die Arbeit meint, die nach der Annahme der Nominierung nötig war, um die Jury mit detaillierten Informationen über LLG und seine Tätigkeitsschwerpunkte zu füttern. Vielmehr meint er den Aufwand, der betrieben wurde, um mit dem Unternehmen möglichst gut durch die Corona-Pandemie zu kommen. Schließlich gehört die Veranstaltungsbranche zu den vom Sars-Cov-2-Virus am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen, weil es in den beiden vergangenen Jahren eine Absage nach der anderen hagelte. Sowohl im Bereich von größeren und kleineren Veranstaltungen wie Konzerten und Stadtfesten als auch bei Firmenevents wie Kongressen, Tagungen, Messen oder Schulungen, die ausschließlich das Metier von LLG sind.

Als dann in den Hochzeiten der Pandemie gar nichts mehr ging, nutzte das Grevenbroicher Unternehmen die Zeit des Stillstands, um voll auf den Trend der Digitalisierung zu setzen, der auch in der Veranstaltungsbranche schon länger eingesetzt hatte, durch die Pandemie aber noch mal extrem forciert wurde. „Vor Corona haben sich viele auf Bewährtem ausgeruht. Plötzlich haben dann alle versucht, innerhalb nur eines Jahres die Versäumnisse der Zeit davor aufzuholen“, erinnert sich Christoph Zimmermann.

Da zahlte es sich dann einerseits aus, dass LLG als Anbieter von Komplettpaketen in der Lage war, für Unternehmen die technischen Voraussetzungen wie den Aufbau von kompletten Übertragungsstudios zu schaffen, um Mitarbeiter aus aller Herren Länder virtuell zusammen zu bringen. Andererseits konnten die Grevenbroicher aber auch Software-basierte Lösungen anbieten, die Hybridveranstaltungen ermöglichten, also die reale mit der virtuellen Welt vereinten. Zudem entwickelte LLG einen Roboter namens Ernie, der mit Hilfe von künstlicher Intelligenz bei Veranstaltungen zum Beispiel die Begrüßung übernehmen kann, erkennt, ob Masken korrekt getragen werden, oder QR-Codes scannt, um die digitale Nachverfolgung sicherzustellen.

So ist LLG 2021 gut durch die schwere Zeit gekommen. „Wir konnten uns so platzieren, dass wir keine Einbußen hatten. Die Nachfrage ist riesig und geht 2022 weiter“, sagt Christoph Zimmermann. Insgesamt sieht er auf die Branche im B2B-Bereich ab dem Frühjahr eine Entspannung zukommen, weil die Kunden darauf brennen würden, dass in der Krise angehäufte Know-how weiterzugeben. Aber auch für die Kollegen, die sich um andere Veranstaltungen kümmern, sieht er einen Silberstreif am Horizont. „Ich hoffe, dass möglichst viele ihrem Beruf treu bleiben. Eine Teilentspannung ist in Reichweite“, sagt Christoph Zimmermann. Für ihn steht aber fest: Der Trend zu Digitalisierung wird sich in der Veranstaltungsbranche auch nach der Pandemie fortsetzen.

Dem trägt LLG auch durch seine neueste Errungenschaft Rechnung. Dabei handelt es sich um eine 360-Grad-Streamingplattform. „Die hebt virtuelle Veranstaltungen noch mal auf ein anderes Niveau, weil sie alle Funktionen an einer Stelle bietet“, erklärt Christoph Zimmermann. Für ihn ist der Gewinn des German Business Award 2021 auf jeden Fall auch eine Bestätigung dafür, dass seine Firma auf dem richtigen Weg ist.