Grevenbroich: Lkw-Unfall auf A 46: Fahrer in Kabine eingeklemmt

Grevenbroich : Lkw-Unfall auf A 46: Fahrer in Kabine eingeklemmt

Einen Schwer- und einen Leichtverletzten forderte ein Lastwagenunfall gestern Nachmittag auf der A 46 bei Kapellen. Der Fahrer eines Lkw, der am Stauende auf das Heck eines anderen Lastwagens gefahren war, schwebte am Nachmittag noch in Lebensgefahr.

Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Neuss für zwei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr staute sich auf rund acht Kilometer Länge bis hinter die Raststätte Vierwinden.

Zunächst war es gestern auf der Autobahn 57 bei Neuss zu zwei Lkw-Unfällen mit insgesamt vier Verletzten gekommen. Durch die Beeinträchtigungen dort staute sich der Verkehr aber auch auf der A 46 ab dem Autobahnkreuz Neuss-West — mit Folgen. Nach Angaben der Polizei erkannte der Fahrer (71) eines Lastwagens das Stauende zu spät, mit etwa Tempo 60 sei er auf den bereits fast zum Stillstand gekommenen Lastwagen vor ihm aufgefahren. Beim Aufprall gegen das Heck verformte sich die Fahrerkabine, der 71 Jahre alte Kölner wurde mit Beinen und Oberköper hinter dem Lenkrad des Acht-Tonners eingeklemmt. Der 23 Jahre alte Fahrer aus Aachen im Lkw davor wurde leicht verletzt. "Zunächst hieß es, dass einer der Lastwagen Gefahrgut geladen hatte. Das bestätigte sich zum Glück nicht", erklärt der Grevenbroicher Feuerwehr-Chef Udo Lennartz.

Nachdem zunächst der Notarzt den Fahrer versorgt hatte, drückten die Feuerwehrleute mit Hydraulikzylindern vorsichtig die zerstörte Fahrerkabine auseinander, befreiten den Mann mit Hilfe von Schere und Spreizer. Um besser an den Einsatzbereich gelangen zu können, hatten die Feuerwehrleute eine Rettungsbühne aufgebaut.

Erst etwa 80 Minuten nach dem Unfall konnte der Mann aus der Kabine herausgeholt werden. Ein Rettungshaubschrauber brachte den Schwerverletzten in eine Klinik in Duisburg. Nach Auskunft der Polizei entstand bei dem Verkehrsunfall hoher Sachschaden.

Neben Polizei und Rettungsdienst war auf der Autobahn die Freiwillige Feuerwehr Grevenbroich mit 28 Einsatzkräften der hauptamtlichen Wache sowie der Löschzüge Stadtmitte, Kapellen und Hemmerden im Einsatz.

(NGZ/rl)
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