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Literatur in Grevenbroich: Bibliothek testet ab März die Sonntags-Öffnung

Stadtbücherei in Grevenbroich : Bibliothek testet ab März die Sonntags-Öffnung

Mit Mitteln der Landesregierung soll erprobt werden, ob es sich dauerhaft lohnt, die Bücherei am Sonntag zu öffnen.

Die Grevenbroicher Stadtbücherei wird am 1. März erstmals an einem Sonntag öffnen – und zwar in der Zeit von 11 bis 14 Uhr. Das teilte Elke Wowra vom Kulturamt am Mittwoch mit.

Bereits im vergangenen Jahr hat die NRW-Landesregierung den Weg für eine Sonntags-Öffnung von Bibliotheken mit dem Einsatz von Fachpersonal freigemacht. Viele Städte überlegen nun, wie eine solche Öffnung umzusetzen ist. Auch in Grevenbroich wurde der Antrag zur Sonntagsöffnung gestellt, und zwar gemeinsam von CDU und FDP. Nun steht fest: Die Schlossstadt wird als eine der ersten Städte im Land die Öffnung mit Fachpersonal ausprobieren.

„Während der Erprobungsphase von März bis einschließlich August wird die Bücherei auf der Stadtparkinsel an jedem ersten Sonntag eines Monats für drei Stunden geöffnet sein“, sagt Wowra. Den Besuchern soll dann auch der während der Woche angebotene Service zur Verfügung stehen.„Durch den Einsatz von Fachpersonal ist es möglich, wie gewohnt Medien zu entleihen oder zurück zu bringen. Ebenso ist ist eine Beratung bei der Suche nach einem netten Schmöker oder die Hilfe bei der Recherche nach Informationen möglich“, betont die stellvertretende Kulturamtsleiterin. Auch Bürger, für die die Bücherei bisher kein Anlaufpunkt war, hätten die Möglichkeit, sich in Ruhe umzusehen.

Um die Sonntags-Öffnung hatte es zuletzt Wirbel gegeben, weil Bürgermeister Klaus Krützen den Antrag von CDU und FDP als unzulässig erklärt und von der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung genommen hatte. Etwaige Bedenken des Verwaltungschefs, die den Einsatz von Fachpersonal betrifft, will die Grevenbroicher Landtagsabgeordnete Heike Troles (CDU) ausräumen: Bei einem Besuch in der Stadtbücherei hat sie am Mittwoch die Stadt ermuntert, sich an einem neuen Förderprogramm der Landesregierung zu beteiligen. Insgesamt stehen 1,2 Millionen Euro bereit, um die Sonntags-Öffnung von Bibliotheken anzuschieben. Mit dem Zuschuss ließe sich auch der zusätzliche Personaleinsatz finanzieren.

Eine auch an Sonntagen offene Bibliothek sei ein großer Zugewinn, sagt Heike Troles: „Dann haben beispielsweise Familien die Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen.“ Die Fördergelder, die bis zum 31. März beantragt werden müssen, könnten auch für Konzepte für eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Sonntags in der Bibliothek“ genutzt werden.„Nach mehreren Umbauten hat sich die Bibliothek zu einem Schmuckstück unserer Stadt entwickelt“, sagt Troles. Sie lobt vor allem den Einsatz des Personals, das von Reise-Vorträgen bis hin zum Bilderbuchkino ein attraktives Rahmenprogramm für kleine und große Grevenbroicher biete. Einziges Manko sei die Beleuchtung, die erneuert werden müsse. Heike Troles will sich nun nach entsprechenden Fördermitteln im Landtag umsehen.

(wilp)