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Grevenbroich: Linke: Wildgehege muss erhalten bleiben

Grevenbroich : Linke: Wildgehege muss erhalten bleiben

Wo kann die Stadt Grevenbroich noch sparen? Mit dieser Frage hat sich die Fraktion "Die Linke/FBG" in ihrer Haushaltsklausur beschäftigt. Das Ergebnis: "In den Bereichen Schulen, Soziales und Jugend können wir den Bürgern kein weiteres Einsparpotenzial mehr zumuten", resümiert Vorsitzender Walter Rogel-Obermanns: "Denn es gibt schlichtweg keine mehr."

Dass der Rotstift an der Infrastruktur angesetzt werden soll, halten Linke und Freie Bürger für einen falschen Weg. Das Wildgehege im Bend dürfe ebenso wenig in Frage gestellt werden wie Schulen oder Kindergärten. Auch die Erfthalle und das Haus Neurath dürften nicht zur Disposition gestellt werden: "Ohne diese Institutionen liegt das gesellschaftliche Leben im Süden der Stadt brach", warnt Fraktionsvize Thomas Bovermann.

Im Rahmen ihrer Haushaltsklausur kam die Fraktion zu dem Ergebnis, dass die für das Gutachten der Wirtschaftsberater von Rödl & Partner ausgegebenen 150 000 Euro im städtischen Etat besser angelegt gewesen wären. Zumal die Stadt diese Analyse auch selbst hätte erstellen können: "Nur mit dem Unterschied, dass die Machbarkeit solcher vermeintlichen Einsparpotenziale von vorneherein von der Verwaltung geprüft worden wäre", kritisierte Bovermann.

Einige Vorschläge hätte die Fraktion "Die Linke/FBG" zum Teil schon vor der Veröffentlichung des Gutachtens von Rödl & Partner formuliert. Als Beispiel nennt Thomas Bovermann den Verzicht auf die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV): "Es wäre besser, wenn die Stadt diese Aufgaben wieder selbst übernehmen würde."

(NGZ)