1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Lindencarré soll ein Hingucker werden

Grevenbroich : Lindencarré soll ein Hingucker werden

Das Lindencarré nimmt Fahrt auf: 2014 soll der erste Abschnitt mit Seniorenzentrum fertig sein. Pro Urban investiert 22 Millionen Euro.

In der kommenden Woche werden an der Lindenstraße Schilder aufgestellt. Dann können die Grevenbroicher an der künftigen Baustelle sehen, wie das Lindencarré einmal aussehen wird. Die der NGZ vorliegenden Computer-Grafiken zeigen: Mit dem 22-Millionen-Euro-Projekt wird die Pro-Urban-Gruppe aus Meppen am Rande der Innenstadt Akzente setzen. "Das wird ein städtebauliches Highlight", versichert Architekt Manfred Möller, Geschäftsführer des Büros Plangruppe Möller.

Der markante Turm (o.) wird an der Lindenstraße einen architektonischen Akzent setzen. Erster Bauabschnitt ist das Seniorenzentrum (u.). Foto: Plangruppe Möller

Viele Jahre lang plante die Firma Van der Looy, die sich mittlerweile von dem Vorhaben getrennt hat, den Bau des Komplexes mit Seniorenzentrum, Wohnungen und Geschäftslokalen zwischen Linden-, Hundhausen- und Trimbornstraße. Doch das Gelände liegt bis heute brach. Nun hat die Pro-Urban-Gruppe das 6300 Quadratmeter große Areal erworben und, wie Architekt Möller erklärt, für den Bau neue Pläne erstellt.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Das Projekt nimmt nun Fahrt auf: "In der Woche nach Ostern wollen wir die Bauanträge bei der Stadt stellen, der Baustart ist für Spätsommer vorgesehen", kündigt Manfred Möller an.

Zwei Bauabschnitte sind geplant: Im Oktober 2014 soll das "Haus eins" an der Hundhausen- und Trimbornstraße fertig sein — unter anderem mit einem Seniorenzentrum mit 80 Plätzen in Einzelzimmern. "Wir wollen ein Haus mit Hotelatmosphäre schaffen — beispielsweise mit einem großen, zweigeschossigen Foyer", so der Architekt. Außerdem geplant ist eine Wohngruppe für Demenzkranke mit zwölf Plätzen. Betreiber des Seniorenzentrums wird ein ebenfalls zur Pro-Urban-Gruppe gehörendes Unternehmen sein: Pro Talis betreibt zurzeit zehn Seniorenzentren in Norddeutschland und in Nordrhein-Westfalen. Erst kürzlich eröffnete ein Haus in Haselünne, ein weiteres ist in Düsseldorf im Bau. Eine Besonderheit beim Bauprojekt an der Lindenstraße: "Wir schaffen auch einen Kindergarten für Kinder der Mitarbeiter", so Möller: "Wir haben damit bereits in unserem Unternehmen sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Mitarbeiter wissen ihre Kinder während der Arbeitszeit gut aufgehoben. Und wenn es nötig ist, sind sie in wenigen Minuten bei ihnen." Wenn Plätze dafür frei sind, sollen auch Kinder von anderen aufgenommen werden.

Im Frühjahr kommenden Jahres rollen dann laut Zeitplan die Bagger für "Haus zwei" — im vorderen Bereich an der Lindenstraße — an. Dort sind 35 barrierefreie Wohnungen, zwei weitere Demenz-Wohngruppen sowie — in einem markanten, abgerundeten Turmbau an der Straßenecke — ein Café mit Außengastronomie geplant. In voraussichtlich fünf Geschäftslokalen können etwa Friseur, Fußpflege und ein Restaurant einziehen, Einzelhandel ist dagegen nicht vorgesehen.

(NGZ/ac)