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Grevenbroich: Letzte Saison fürs Freibad

Grevenbroich : Letzte Saison fürs Freibad

Der 1. Mai markiert in Grevenbroich den Start in die Freibad-Saison. Obwohl Becken und Technik auf Vordermann gebracht wurden, geht es heute aber noch nicht los. Das Wetter muss besser werden.

Das Freibad ist für seine letzte Saison noch einmal richtig herausgeputzt worden. Der 50 Meter lange Pool wurde in "Adria-Blau" gestrichen, er sieht wieder aus wie neu. Frostschäden wurden beseitigt, die Riesenrutsche ist repariert worden — und eigentlich könnte der Badespaß nun pünktlich zum Maifeiertag losgehen.

"Wenn da nicht der Wetterbericht wäre", meint Betriebsleiter Hans Schillings (63) mit einem Blick in den noch blauen Himmel: "Für die nächsten Tage ist wieder einmal tüchtig Regen angesagt. Da lohnt es sich natürlich nicht, das Freibad zu öffnen." Sobald die Meteorologen mehr als drei Sonnen-Tage hintereinander in Aussicht stellen, soll die Saison beginnen.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny geht davon aus, dass es die letzte Sommer-Runde für das alte Schlossbad sein wird: "Am 16. Mai wird sich der Rat noch einmal mit dem geplanten Bad-Neubau beschäftigen, dann werden wir einen entscheidenden Schritt weiter sein", sagt sie. Die Verwaltungschefin zeigt sich optimistisch, dass die Stadt künftig unter der Regie des Gas- und Wasserwerks nicht nur ein Hallen-, sondern auch weiterhin ein Freibad anbieten kann: "Wir sind in dieser Frage auf einem guten Weg", meint sie. Sollte die Entscheidung noch in diesem Jahr getroffen werden, könnte das Grevenbroicher Schlossbad in 2013 eine große Baustelle sein.

Hans Schillings und seine Mannschaft haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diese Saison für die Besucher — an schönen Tagen sind es bis zu 3000 — so angenehm wie möglich zu gestalten. Die gesamte Freibadanlage macht nach den Arbeiten im Frühjahr einen sauberen Eindruck — aber: "Die Technik ist mittlerweile 42 Jahre alt, das macht sich natürlich mit immer neuen Reparaturen bemerkbar", gibt Heinz Linden (62) zu bedenken, der für die Betriebsanlagen des Bades zuständig ist.

Eine Erhöhung der Eintrittspreise ist in diesem Jahr nicht vorgesehen. Kinder zahlen nach wie vor einen Euro, Jugendliche zwei und Erwachsene vier Euro. Hinzu kommen "Sonderangebote" wie eine Saisonkarte für 25 Euro — sie gilt jedoch nur für junge Leute im Alter bis zu 17 Jahre. "Nachdem es zu Pöbeleien kam, haben wir die Preise vor zwei Jahren etwas angehoben, um einen Sicherheitsdienst einstellen zu können", sagt Gabriele Kairies von den Wirtschaftsbetrieben. Der Security-Einsatz habe sich in der vergangenen Saison gelohnt: "Wir haben bedeutend weniger Hausverbote ausgesprochen als in den Vorjahren", so Kairies.

Wegen des schlechten Wetters verbuchte das Freibad in 2011 einen Minusrekord: Lediglich 14 700 Gäste wurden in der Saison gezählt.

(NGZ/rl)