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Grevenbroich: LED-Leuchten für die Lindenstraße

Grevenbroich : LED-Leuchten für die Lindenstraße

Das Gas- und Wasserwerk startet ein Pilotprojekt in Grevenbroich: Die Laternen der Lindenstraße werden gegen Lampen mit moderner LED-Technik ausgerüstet. GWG will deren Akzeptanz bei Autofahrern und Anliegern testen.

Die Lindenstraße war so etwas wie die erste Wahl für das Gas- und Wasserwerk. "Sie ist die Zufahrt zur Innenstadt, das Tor zu Grevenbroich", begründet Willi Peitz, Geschäftsführer des Gas- und Wasserwerks (GWG). Lichttechnisch betrachtet, ist diese Hauptverkehrsader alles andere als auf dem neuesten Stand. Sie wurde zuletzt vor 36 Jahren mit Quecksilber-Dampflampen ausgerüstet, die heute zum alten Eisen zählen. In den nächsten Monaten sollen sie gegen 22 moderne, mit lichtemittierenden Dioden (LED) bestückte Laternen ausgetauscht werden.

GWG wählte hierfür das Modell "SpeedStar" des Herstellers Philips aus — eine futuristisch anmutende Leuchte aus Aluminium. Es war jedoch nicht der Look, der ausschlaggebend für die Entscheidung des Gas- und Wasserwerks war: "Andere Städte haben bereits gute Erfahrungen mit dieser Lampe gemacht. Außerdem stimmt letztlich auch ihr Preis", argumentiert GWG-Abteilungsleiter Horst Rüdiger. Rund 10 000 Euro investiert das Gas- und Wasserwerk für den ersten Schritt hin zur LED-Technik, die als Beleuchtung der Zukunft gilt.

Spareffekt: 1786 Euro im Jahr

Die 22 neuen Lampen entlang der Lindenstraße werden mit einer Gesamtleistung von 3718 Watt auskommen. Ihre Vorgänger bringen es heute auf 6050 Watt. Der Effekt, der durch den Austausch erzielt wird: "Wir sparen etwa 38 Prozent des Stromverbrauchs", erläutert Rüdiger. Jährlich werden etwa 9500 Kilowattstunden weniger fällig, damit ist laut GWG eine Kosteneinsparung von 1786 Euro verbunden.

Sobald die neuen Laternen an den alten Masten befestigt werden, wird die Lindenstraße zu einer Art "Test-Strecke" — denn: "Die Beleuchtung wird komplett anders sein als heute. Wir wollen wissen, wie Autofahrer, Fußgänger und Anlieger darauf reagieren, wie sie damit zurechtkommen", erläutert Horst Rüdiger. Insgesamt werde die Fahrbahn künftig heller angestrahlt. "Das wird zwar nicht der stahlblaue Effekt sein, den man allgemein mit LED in Verbindung bringt, aber das Licht wird deutlich weißer", sagt Willi Peitz. Außerdem wird getestet, wie Verkehrsteilnehmer den Übergang von "Weiß" zu "Gelb" wahrnehmen — denn in dieser Farbe leuchten die Natriumdampf-Hochdrucklampen, die im weiteren Verlauf der Lindenstraße zum Ostwall hin stehen.

Weitere Straßen in Planung

Der Termin für die Montage der Lampen steht noch nicht fest. "Das Projekt wird in der nächsten Woche dem Bauausschuss vorgestellt, dann sehen wir weiter", erklärt Peitz. Nach den Planungen des Gas- und Wasserwerks sollen die neuen LED-Lampen "auf jeden Fall noch in diesem Jahr" die Lindenstraße beleuchten. Unabhängig vom Test führt das GWG mit der Stadtverwaltung weitere Gespräche über den Ausbau der LED-Technik in Grevenbroich. Der nächste Kandidat soll die Nordstraße sein.

(NGZ)