Richard Lemoureux, Generaloberer der Assumptionisten: "Leben im Glauben ist großes Abenteuer"

Richard Lemoureux, Generaloberer der Assumptionisten: "Leben im Glauben ist großes Abenteuer"

Hoher Besuch in der Gustorfer Himmelfahrts-Pfarre: Richard Lemoureux, Generaloberer der Ordensgemeinschaft der Assumptionisten, der auch Pastor Harrie de Zwart angehört, stattete der Gemeinde einen Besuch ab. Gemeinsam mit seinem Sekretär Bernhard Holzer und einem Priester aus Holland, Henk Sibum, feierten sie gestern gemeinsam einen Gottesdienst im "Dom an der Erft". Als Generaloberer ernennt und betreut Lemoureux nicht nur die Oberen der weltweit elf assumptionistischen Provinzen. Hoher Besuch aus Rom in der Gustorfer Pfarre: Pastor Harrie de Zwart (r.) konnte den Generaloberen der Assumptionisten, Richard Lemoureux (2.v.r), in Begleitung seines Sekretärs Bernhard Holzer (2.v.l.) und dem niederländischen Priester Henk Sibum begrüßen. Gemeinsam feierten die Geistlichen einen Gottesdienst im Erftdom. NGZ-Foto: L. Berns

Hoher Besuch in der Gustorfer Himmelfahrts-Pfarre: Richard Lemoureux, Generaloberer der Ordensgemeinschaft der Assumptionisten, der auch Pastor Harrie de Zwart angehört, stattete der Gemeinde einen Besuch ab. Gemeinsam mit seinem Sekretär Bernhard Holzer und einem Priester aus Holland, Henk Sibum, feierten sie gestern gemeinsam einen Gottesdienst im "Dom an der Erft". Als Generaloberer ernennt und betreut Lemoureux nicht nur die Oberen der weltweit elf assumptionistischen Provinzen. Hoher Besuch aus Rom in der Gustorfer Pfarre: Pastor Harrie de Zwart (r.) konnte den Generaloberen der Assumptionisten, Richard Lemoureux (2.v.r), in Begleitung seines Sekretärs Bernhard Holzer (2.v.l.) und dem niederländischen Priester Henk Sibum begrüßen. Gemeinsam feierten die Geistlichen einen Gottesdienst im Erftdom. NGZ-Foto: L. Berns

Er erstellt auch die Verfahrensweise des Ordens und besucht jede Gemeinschaft, in der Assumptionisten leben und arbeiten. So ist Richard Lemoureux, der amerikanischer Staatsbürger ist und in Rom lebt, wo sich der Sitz der Assumptionisten befindet, rund sieben Monate im Jahr auf Reisen. In dieser Woche besuchte er die Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt in Gustorf, welche zur holländischen Provinz gehört. Die Ordensgemeinschaft der Assumptionisten wurde vor 150 Jahren im französischen Nimes vom Priester Emmanuel D'Alzon gegründet. Der Orden der Augustiner, dem D'Alzon nahe stand, löste sich 1850 auf, worauf er die Augustiner der Assumptionisten gründete.

Lemoureux stellt heraus, dass die Assumptionisten großen Wert auf (Aus-) Bildung legen, und einen eher rationalen Weg zum Christentum suchen. Der frühe Anspruch, den D'Alzon an den Orden stellte, war die christliche Erschließung von Osteuropa und Russland, und der Wunsch, in engere Verbindung mit der orthodoxen Kirche zu kommen. Der Orden, der in der ganzen Welt, besonders aber in Afrika und Lateinamerika tätig ist, legt Wert auf das Leben in der Gemeinschaft. Normalerweise leben etwa fünf Ordensbrüder zusammen, und teilen nicht nur die Wohnquartiere und die Mahlzeiten, sondern auch das Studium und das tägliche Gebet miteinander.

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Die Assumptionisten streben einen zwischenreligiösen Dialog an, der nicht nur Christen der verschiedenen Glaubensrichtungen näher bringen soll. Auch hat sich die Verantwortung für einzelne Gemeinden im Laufe der Zeit verstärkt, besonders sichtbar durch den Gustorfer Pfarrer Harrie de Zwart, der der die Gemeinde St. Maria Himmelfahrt schon seit einem Vierteljahrhundert betreut. Richard Lemoureux bedauert, dass gerade in den westlichen Ländern kaum noch Novizen zu begrüßen sind. Dies führt er auf die veränderte Stellung der Religion in der heutigen Zeit zurück.

Aber besonders in Afrika, Brasilien und Chile gebe es noch genug "Rekruten" der Glaubensgemeinschaft. Als Erwartung für die Zukunft erhofft sich Lemoureux eine Vision von seinen Mitbrüdern und Gemeindemitgliedern, eine Vision, "die uns allen ermöglicht, im Glauben enthusiastisch zu sein und mitgerissen zu werden". Auf die Frage, welchen Rat er Jugendlichen geben kann, sagt er, dass die Evangelien durchaus interessant und "reich", dass die Inhalte der Bibel jedoch auch mühsam seien. Er möchte dazu ermuntern, "den Glauben ernst zu nehmen, da das Leben im Glauben ein "großes Abenteuer'" sei.

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