Landtagsabgeordneter Moritz Körner Gast bei Grevenbroicher Gesprächen

Moritz Körner zu Gast bei „Grevenbroicher Gesprächen“ : FDP - In Europa die Weichen für die lokale Politik in den Kommunen stellen

Zur Reihe „Grevenbroicher Gespräche konnte FDP Partei- und Fraktionschef Markus Schumacher jetzt Moritz Körner begrüßen. Der Abgeordnete des NRW-Landtags sprach im Haus Portz vor allem über die bevorstehende Europa-Wahl und die Aufgaben der Liberalen im europäischen Parlament.

Ein gutes Dutzend Interessierter hatte sich dazu eingefunden, und lauschte zunächst dem Impulsvortrag . „Für meine Generation ist die EU selbstverständlich“, führte der 28-jährige zu dem sichtbarsten Zeichen der Gemeinschaft, der gemeinsamen Währung, aus. „Mein erstes Geld habe ich in Euro verdient.“ Anlässlich der am 26. Mai stattfindenden Europawahl sei es wichtig, statt. sich in gegenseitigen Blockaden zu behindern, spürbar.die „Struktur der EU neu zu gestalten“, um als „Pro-Europäer wieder anzufangen, gemeinsame Chancen zu nutzen“.

Weg müsse die Politik dabei vom klein-klein, um das Parlament zu stärken. Und dazu gehöre auch, die „Kommission zu reduzieren: 28 EU-Kommissare sind zu viel.“ Um Europa „fit für die Zukunft zu machen“ und gleichzeitig in gute Position im Wettkampf mit den USA und China zu bringen, müssen Zukunftsaufgaben und Reformen angegangen werden – von der gemeinsamen Asylpolitik bis hin zum Fokus auf Forschung und Entwicklung, um „Jobs der Zukunft zu schaffen“.

Rasch kamen Referent und Gäste miteinander ins Gespräch, das Top-Thema „Klimawandel“ wollten die Diskutanten natürlich angesichts des Schlagwortes Strukturwandel. „Entsprechend besorgt sind die Menschen in der Region. Sie fragen sich, wie es mit der Energiegewinnung in unserem Land weitergeht“, betonte Schumacher. Die Ausgestaltung der Energiewende sei daher „von epochaler Bedeutung für die Weiterentwicklung unserer Heimatstadt“, sie müsse sorgfältig durchdacht werden. Aber auch das weite Feld um den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU („gibt es ein vernünftiges Argument für den Brexit?“) sowie Datenschutz und Sicherung dieser sensiblen Informationen wurden von Tim Tressel angesprochen, ebenso wie die offensichtliche Politikverdrossenheit. „Was können wir tun, um die Leute wieder zu interessieren?“, fragte Till Neumann in die Runde. „Wir haben ein Wahlrecht, keine Wahlpflicht“, erinnerte der studierte Politikwissenschaftler Körner. Mutig wagte er eine Einschätzung, „Darf man bereits beantragte Briefwahlen als Indikator nutzen, tippe ich auf mehr als 50 Prozent Wahlbeteiligung“, sagte Moritz Körner.

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