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Grevenbroich: Landtagsabgeordnete wollen S-Bahn-Knotenpunkt

Grevenbroich : Landtagsabgeordnete wollen S-Bahn-Knotenpunkt

Von einem S-Bahn-Knotenpunkt könnte die Stadt Grevenbroich profitieren. Das erklärte der Landtagsabgeordnete Rainer Thiel (SPD) jetzt im Rahmen einer Parteiveranstaltung in Rommerskirchen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Guido van den Berg aus dem Rhein-Erft-Kreis will er sich für dieses Projekt einsetzen.

"S-Bahnen stehen in der Bevölkerung für eine zuverlässige, flexible und angenehme Art zu reisen", erklärte Thiel. Die möglichen Linien S6 und S12 könnten über einen Knotenpunkt in Grevenbroich die Anbindungen nach Düsseldorf, Köln und Mönchengladbach attraktiver gestalten. Vor allem die "Erftbahn" (RB 38) genieße hohes Potenzial bei einer Umwandlung zur S-Bahn, meinte Rainer van den Berg.

Trotz dieses Zukunftspotenzials der RB 38 werde ein gemeinsames Vorgehen zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Kreis Neuss politisch geblockt, beklagte der Landtagsabgeordnete. "Die SPD im Kreistag Neuss ist mit einem Antrag zur Beteiligung am Gutachten des Rhein-Erft-Kreises an der Mehrheit des Landrates gescheitert. Es besteht schlicht kein politisches Interesse, an diesem Vorhaben zu partizipieren", so Thiel. Er hält dies für unverantwortlich: "Grevenbroich befindet sich in der Haushaltssicherung. Die Stadt braucht Perspektiven wie den S-Bahn-Knotenpunkt."

Außerdem gibt Rainer Thiel zu bedenken, dass bereits jetzt Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Region zukunftssicher für die Zeit nach der Braunkohle aufzustellen. "Wir müssen Strukturprobleme wie im Ruhrgebiet vermeiden. Aus diesem Grund wurde die RB 38 auch als wichtigste Verkehrsmaßnahme im ,Innovationsgebiet Rheinisches Revier aufgenommen", so der Landtagsabgeordnete.

Was die SPD zudem beklagt: Heute werde veraltetes und technisch anfälliges Bahnmaterial auf der RB38 eingesetzt, Verspätungen und Ausfälle seien keine Seltenheit.

(wilp)