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Landschaftsausschuss in Grevenbroich: Politik will Friedhöfe aufwerten.

Landschaftsausschuss in Grevenbroich : Politik will Friedhöfe aufwerten

Der Landschaftsausschuss diskutiert gleich drei Projekte. Unter anderem geht es um die Verlegung des Aschestreufeldes In Neuenhausen. Der Standortvorschlag aus der Politik stößt in der Verwaltung nicht auf Zustimmung.

Der nach Meinung vieler Politiker gar nicht so würdige Umgang mit den Verstorbenen beschäftigt am Donnerstag, 4. Juni, in gleich drei Tagesordnungspunkten den Ausschuss für Landschaftspflege und Umweltschutz. Im Einzelnen kritisieren die Fraktion den oft miserablen und ungepflegten Zustand der Friedhofswege, nach zahlreichen Anläufen soll über die Verlegung und neue Gestaltung des Aschestreufeldes auf dem Friedhof in Neuenhausen entschieden werden. Und schließlich geht es um den Wunsch, auf dem Friedhof in Noithausen die Anlage von Rasenurnengräbern zu ermöglichen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kaiser sieht dringenden Handlungsbedarf: „Auf dem Kapellener sowie dem Neukirchener Friedhof ist die Wegedecke in weiten Teilen abgenutzt und mit Boden durchsetzt.“ Die Folge merken Besucher des Friedhofs nach Regenfällen: Dann müssen sie regelmäßig durch Pfützen waten; vor allem Menschen, die etwas unsicher auf den Beinen sind, drohen auf den Schlammstellen auszurutschen. Diese Hinweise scheinen nun vom Friedhofsmeister der Stadtbetriebe Grevenbroich (SBG) erhört zu werden. Die Mittel im SBG-Wirtschaftsplan stünden bereit, die Friedhöfe Kapellen und Neukirchen sollen oberste Priorität bekommen.

Weniger aufgeschlossen zeigt sich die Verwaltung in der Frage des vom FDP-Ratsherrn Peter Cremerius kritisierten Zustands des Aschestreufelds auf dem Friedhof in Neuenhausen. Dort werden bislang sterbliche Überreste zwischen Moos, Unkraut und Pfützen verstreut. Manchmal entstehen Aschespuren. Nun soll das Aschestreufeld hinter die Trauerhalle verlegt werden – auf ein Kiesbett, auf dem die Asche langsam einsinken könnte. Gestritten wird über die Wege zur Ruhestätte. Zunächst hatte die Verwaltung die Politik aufgefordert, Vorschläge zu machen. Nun stößt der Vorschlag von CDU, FDP und UWG nicht auf Gegenliebe. Für 2021 sollen Mittel in den Wirtschaftsplan der Stadtbetriebe eingestellt werden. Dann könnte der Missstand beseitigt werden.

Ebenfalls auf Ablehnung der Verwaltung stößt der CDU-Wunsch, auf dem Noithausener Friedhof Rasenurnengräber zu ermöglichen. Dafür gebe es keinen Bedarf. Eine geeignete Fläche sei nur unter erheblichem Mehraufwand bereitzustellen und zudem würde eine zusätzliche Bestattungsform das Gebührenaufkommen der Stadt mindern. Genug Zündstoff – für Diskussionen im Ausschuss.