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Grevenbroich: Lämmer sterben kurz nach der Geburt

Grevenbroich : Lämmer sterben kurz nach der Geburt

In Grevenbroich und im Rhein-Kreis Neuss sind dem Kreisveterinäramt noch keine Fälle des Schmallenberg-Virus bei Schafen bekannt. Doch Schäfer Giammaria Mossa hat zurzeit eine hohe Todesrate bei seinen Lämmchen zu beklagen: "Verkrüppelte Lämmer, ein Indiz für das Virus, habe ich nicht.

Aber bei unseren Coburger Fuchsschafen sind sechs der zwölf jetzt zur Welt gekommenen Lämmchen lebensunfähig, sind noch am gleichen Tag gestorben. Eine solche Rate von 50 Prozent hatte ich noch nie", schildert Mossa, dessen Betrieb vor rund einem Jahr in die frühere Nato-Kaserne am Kapellener Ortsrand gezogen ist. Ob das Virus die Ursache ist, weiß er nicht.

Das Schmallenberg-Virus wurde in NRW bereits in über 280 Betrieben nachgewiesen. Mücken hatten es im Sommer übertragen. Von Schaf zu Schaf oder zum Menschen wird es nicht weitergegeben.

Angesichts der kranken Lämmchen habe er sich "hilflos gefühlt", berichtet Mossa traurig. "Die Mutterschafe waren unruhig, riefen nach den Lämmern — doch die bewegten sich kaum." Von den drei bislang geborenen Moorschnucken-Lämmern sei eines gestorben. Das ,Ablammen' habe aber gerade erst begonnen. "Wenn ein Tier verkrüppelt zur Welt kommt, werde ich das Kreisveterinäramt bitten zu untersuchen, ob es sich um das Schmallenberg-Virus handelt", so Mossa

Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Veterinäramtes im Rhein-Kreis Neuss, bittet Schafhalter, "bei vermehrten Todesfällen uns schnell zu informieren, auch wenn keine Missbildung vorliegt, und keine Verbindung zum Virus besteht".

(NGZ/url)