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Grevenbroich: Laacher Schützen ändern ihr Fest-Konzept

Grevenbroich : Laacher Schützen ändern ihr Fest-Konzept

Die Laacher Schützen gehen neue Wege: Der Volks- und Heimatverein (VHV) unter Leitung von Walter Balzereit hat sein Fest-Programm auf neue Beine gestellt – um dem Freizeitverhalten seiner Gäste entgegenzukommen. "Das ist notwendig geworden", sagt der Präsident. Denn die Besucherzahl ist zurückgegangen – vor allem samstagsabends sowie an den Sonntag- und Montagnachmittagen.

Schon vor Jahren sorgte der VHV für Aufsehen, als er den Start seines Heimatfestes von Samstag auf Freitag vorverlegte, andere Vereine zogen nach. "Am Auftakt wird daher auch nichts geändert", meint Balzereit. Nach wie vor wird der Krönungsball, der viele Gäste aus befreundeten Vereinen anzieht, den Beginn des Festreigens markieren.

Anders der Samstag, der komplett umgestaltet und am Abend als Attraktion den Klompenzug bieten wird, der bisher montags durch das Dorf zog. "Andere haben einen Fackelzug, wir bieten bunte Klompen. Und wir hoffen damit auf mehr Besucher an den Straßen – und natürlich auch im Zelt", betont Oberst Richard Hanke. Denn anschließend veranstalten die Laacher ihre erste Klompen-Party mit der Gaudi-Band "Die Hüttenkracher". "Da wird der Bär steppen", verspricht der Regimentschef.

Der Festzug am Sonntag wird in diesem Jahr später ziehen, nämlich erst ab 17 Uhr. "Dann ist die Kaffeezeit vorbei", meint Hanke: "Kein Schütze muss nach dem Umzug nach Hause, um seinen Besuch noch zu sehen." Aber auch die Frauen hätten Zeit, um mit ihren Gästen ins Festzelt zu kommen.

"Montags ist es für einen kleinen Verein schwierig, Besucher ins Zelt zu bekommen. Das war auch der Grund, den Klompenball auf den Samstag zu legen", erklärt Präsident Balzereit. Aufs Feiern verzichtet werden soll jedoch nicht: "Das Zelt wird jetzt montags in der Mitte mit einer großen Plane abgetrennt. Auf der kleineren Fläche werden wir gemeinsam bei DJ-Musik das Ende unseres Schützenfestes feiern."

Der VHV hofft nun darauf, dass das Konzept aufgehen wird. "Eine Garantie gibt es natürlich nicht", meint Balzereit: "Aber wer nicht zu einer Änderung bereit ist, der weiß nie, ob er Erfolg gehabt hätte."

(NGZ)