L 361n-Gegner planen erste Aktion

Kapellen/Wevelinghoven : L 361n-Gegner planen erste Aktion

Am Radwandertag sammelt das Aktionsbündnis in der Erftaue Unterschriften.

Sie haben Protestaktionen angekündigt, jetzt lassen sie ihren Worten Taten folgen. Das Bündnis der L 361n-Gegner wird den Radwandertag am Sonntag, 1. Juli, nutzen, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen. „Wir dachten, das wäre eine gute Möglichkeit, um den Menschen vor Ort zu zeigen, wer wir sind und was wir möchten“, erklärt Janine Heinze vom Aktionsbündnis. Zudem läuft seit Donnerstag eine Online-Petition, bei der 2000 Stimmen gegen den Bau der Ortsumgehung gesammelt werden. Radfahrer können sich am Aktionstag in die Listen eintragen.

Zum Aktionsbündnis gehören neben der von Heinze gegründeten Facebook-Gruppe „Nein zur L 361n“ auch der Verein „Rettet die Erftaue“, die Kommunalpolitiker von Linken und Grünen sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Gemeinsam werden die Vertreter am Sonntag, zwischen 10 und 17 Uhr, in der Erftaue bei Kapellen und Wevelinghoven anzutreffen sein. Sie haben dort einen Stand mit Infomaterial und zeigen zudem eine Fotomontage, die den Bau der L 361n verbildlicht. „Wir möchten das persönliche Gespräch suchen und hoffen, dort auf viele gleich gesinnte Menschen zu treffen“, sagt Heinze. Nicht zuletzt, da Fahrradfahrer die Natur, in der sie sich bewegen, in der Regel schätzen.

Das tun auch schon 373 Menschen, die bis Sonntag Abend die Online-Petition „Nein! zur L361n Kapellen/Wevelinghoven“ unterzeichnet haben. Diese hat Janine Heinze, die mit ihrer Familie in unmittelbarer Nähe der geplanten Trasse lebt, ins Leben gerufen. Darin schreiben sie und das Aktionsbündnis: „Wir fordern den Erhalt der Erftaue als Naherholungsgebiet und Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wir haben jetzt die Chance, dieses Stück Heimat für nachfolgende Generationen zu erhalten!“. Sechs Monate lang sollen jetzt Unterschriften gesammelt werden. Das Ziel: 2000 Unterzeichner. „Wenn wir das geschafft haben, überreichen wir die Listen an Stadtverwaltung und Landtag“, kündigt Heinze an.

Mit der bisherigen Resonanz ist Heinze sehr zufrieden. „Besonders die Kommentare, die die Menschen auf der Seite hinterlassen, sind klasse. Das motiviert uns nochmal richtig, weiter für unser Ziel zu kämpfen“, sagt Heinze.

Mehr von RP ONLINE