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Grevenbroich: L 361: Protest der Gegner geht weiter

Grevenbroich : L 361: Protest der Gegner geht weiter

Kapellen Die Pechfackeln sind erloschen, die Lichterkette zwischen Kapellen und Wevelinghoven hat dem Aktionsbündnis gegen den Bau der Umgehungsstraße L 361n Auftrieb gegeben. Nun soll der Protest weitergehen – hilft alles nichts, will der Bund für Umwelt für Naturschutz (BUND) auch vor Gericht gehen.

Kapellen Die Pechfackeln sind erloschen, die Lichterkette zwischen Kapellen und Wevelinghoven hat dem Aktionsbündnis gegen den Bau der Umgehungsstraße L 361n Auftrieb gegeben. Nun soll der Protest weitergehen — hilft alles nichts, will der Bund für Umwelt für Naturschutz (BUND) auch vor Gericht gehen.

"Trotz Kälte waren rund 400 Menschen zur Demonstration gekommen", erklärt Rolf Behrens, Ortsgruppensprecher des BUND, der dem Bündnis angehört. "Wir sind von der Resonanz begeistert und fühlen uns in unserem Anliegen bestätigt." Die Gegner der Trasse denken an weitere Aktionen und Veranstaltungen: "Der Verein ,Rettet die Erftaue' plant für Frühjahr eine vogelkundliche Wanderung um darauf hinzuweisen, wie wertvoll die Erftaue für die Tierwelt ist. "Neben drei Brutpaaren des Pirols lebten dort unter anderem Eisvogel und Nachtigall", so Behrens.

Auch auf der politischen Bühne soll es weitergehen: "Wir möchten mit CDU und SPD, die für den Bau sind, sprechen, Fakten austauschen", kündigt der BUND-Sprecher an. "Die CDU hat nach der Demonstration erklärt, die meisten Menschen seien für den Bau der Straße, 1990 seien dafür 5000 Unterschriften zusammen gekommen. Da stellt sich die Frage, ob diese Menschen für die Zerstörung der Erftaue sind — oder für eine Entlastung der Kapellener vom Verkehr." Behrens betont: "Für die Anwohner etwa an der Tal- und Neusser Straße muss etwas getan werden. Eine Entlastung würde die von uns favorisierte Westumgehung parallel zur A 46 bringen. Kapellen mit dem Neubaugebiet bekäme eine bessere Anbindung zur City, Hemmerden und Noithausen eine Umgehung."

Für den Lückenschluss der L 361 soll 2011 das Planfeststellungsverfahren anlaufen. "Kommt es zum Planfeststellungsbeschluss, dann wird der BUND dagegen klagen", kündigt Hennig Walther, ebenfalls Ortsgruppensprecher, an. Behrens sieht aber eine andere Chance: "Vielleicht kommt es nach nach der Landtagswahl im Mai zu einer Regierung aus CDU und Grünen, dann haben wir gute Chancen, dass die Straße nicht gebaut wird."

(NGZ)