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Grevenbroich: Kwasny soll Marketing-Erfolge vorweisen

Grevenbroich : Kwasny soll Marketing-Erfolge vorweisen

Eine Studie der Industrie- und Handelskammer belegt es: Die Stadtmarketing-Stelle der Verwaltung setzt 15 Prozent ihrer Arbeit für die Förderung der Innenstadt ein. Das erscheint der SPD zu wenig. Sie forderte die Bürgermeisterin gestern auf, den Rat dezidiert über die Arbeit dieser Abteilung zu informieren.

"Der Wettbewerb der Mittelstädte um Neubürger und Firmenansiedlungen wird immer größer. Daher ist es wichtig, auch die sogenannten ,weichen Standortfaktoren' einer Stadt positiv herauszustellen", meint SPD-Fraktionschef Horst Gerbrand. Wer sich für Grevenbroich entscheiden wolle, müsse wissen, ob attraktive Wohngebiete, Schulen sowie Erholungs-, Kultur-, Freizeit-, Einkaufs- und Vergnügungsangebote vorhanden seien. "Dies muss aus unserer Sicht ein Schwerpunkt eines qualifizierten Stadtmarketings sein", so Gerbrand.

Er forderte die Bürgermeisterin gestern auf, in der Ratssitzung am 23. Mai ausführlich über die Aufgaben des Stadtmarketings, die personelle Besetzung und die derzeitigen Arbeitsschwerpunkte aufzuklären. Darüber hinaus möchte die SPD auch Ergebnisse und nachweisbare Erfolge aus den Jahren 2010 bis 2012 vorgelegt bekommen. Nur so könne eine politische Weichenstellung erfolgen, meint Gerbrand.

Das Stadtmarketing gehört in Grevenbroich zum Amt für Wirtschaftsförderung — und schnitt im IHK-Vergleich zwischen insgesamt 19 Kommunen relativ schlecht ab. Mit nur einem Mitarbeiter (Robert Jordan) sei es etwa im Vergleich zu Dormagen personell unterdurchschnittlich ausgestattet.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny teilt die Auffassung der Kammer: "Wir haben längst erkannt, dass die Wirtschaftsförderung unterbesetzt ist." Bei der schlechten Haushaltslage der Stadt werde es nach Auffassung der Verwaltungschefin kaum möglich sein, zusätzliches Personal für diese Abteilung einzustellen.

(wilp)