Grevenbroich: Kunstverein soll jünger werden

Grevenbroich: Kunstverein soll jünger werden

Vorsitzender Hans-Joachim Onkelbach will mehr Jugendliche begeistern.

Die ersten 100 Tage im Amt hat Hans-Joachim Onkelbach hinter sich gebracht. Und sein Vorgänger ist mehr als zufrieden mit dem neuen Vorsitzenden des Kunstvereins. "Er hat alles sehr gut im Griff", lobt Professor Hans-Rainer Willmen (83), der lange Zeit an der Spitze der Gemeinschaft stand. Onkelbach will bis zum Ende der zweiten Jahreshälfte ein selbst gestecktes Ziel realisieren: Es möchte das Durchschnittsalter des rund 300 Mitglieder starken Vereins senken.

"Wir haben eine relativ hohe Altersstruktur", sagt der Architekt (70), der jetzt verstärkt die Werbetrommel rühren möchte, um junge Grevenbroicher für den 1983 gegründeten Kunstverein zu gewinnen. Dabei hat Hans-Joachim Onkelbach insbesondere die heimischen Schulen im Blick: "Ich denke, dass unser Programm vor allem für ältere Schüler interessant ist. Dort möchte ich ansetzen."

Die Aktivitäten des Kunstvereins sind nicht nur auf Grevenbroich beschränkt - die Mitglieder sind ein reiselustiges Völkchen, die sich gerne in den Kulturstätten der näheren und weiteren Umgebung aufhalten. Am 21. April geht es etwa zum Goethe-Museum in Düsseldorf, in der die Ausstellung "Taten des Lichts" mit Werken von Professor Heinz Mack zu sehen ist. Schloss Reuschenberg mit der Präsentation "Papier Partout" wird am 12. Mai das Ziel der Kunstfreunde sein - aus gutem Grund: Dort werden auch Werke der im Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Künstlerin Anne Behrens gezeigt, die lange Zeit Vorstandsmitglied des Vereins war. Und im Juni steht die alljährliche Kunstreise an, die diesmal nach Regensburg und ins Donautal führt. Zudem werden Fahrten zu Theatervorstellungen und Opernaufführungen angeboten.

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Sein Engagement für Kultur und Kunst in Grevenbroich möchte der Verein auch unter dem neuen Vorsitzenden fortsetzen. So gehört er aktuell zu den Förderern der Ausstellung mit Fotografien von Marilyn Monroe, die Mitte April in der Villa Erckens eröffnen wird. "Das Museum und die Versandhalle haben wir fest im Blick und wollen dort auch in Zukunft für attraktive Veranstaltungen sorgen", berichtet Hans-Joachim Onkelbach.

In der Vergangenheit hatte der Kunstverein mehrfach mit spektakulären Licht-Installationen im Stadtpark auf sich aufmerksam gemacht. Auch solche Events stehen auf der Agenda des neuen Vorstands. Für 2020, zum 25-Jahr-Jubiläum der Gartenschau, ist wieder eine solche Veranstaltung geplant. Details stehen aber noch nicht fest.

(NGZ)
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