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Kunstpreis und Ausstellung für Klaus Sievers bei Dielämmer in Grevenbroich

Galerie an der Alten Bergheimer Straße in Grevenbroich : Kunstpreis und Ausstellung für Klaus Sievers bei Dielämmer

Der Düsseldorfer Künstler Klaus Sievers ist neuer Kunstpreisträger der Galerie Judith Dielämmer – er bekam am Sonntag den von Dielämmer-Künstlerin Inge Harms gestalteten Preis verliehen. Verbunden ist die Preisträgerschaft mit einer Ausstellung, die bis zum 8. Februar zu sehen ist.

Der 56-Jährige hat an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Gotthard Graubner und Karl Bobek studiert. Er ist seit 1989 freischaffender Künstler. In Grevenbroich stellt Sievers sehr unterschiedliche Arbeiten aus. „Er malt mit Worten und erzählt mit seiner Malerei“, erklärte Dielämmer-Künstlerin Janne Gronen in ihrer Einführungsrede. Sie nahm Bezug auf die Wortkunst von Klaus Sievers, festgehalten mit weißen schlichten Buchstaben ohne Punkt und Komma auf monochromem Grund. „unser Zimmer ist viel zu klein – er wird sich langweilen – bitte bring den Elefant zurück – das war keine gute Idee“, ist auf einer Schrifttafel zu lesen. Die Lektüre schafft es, beim Leser bizarre Bilder entstehen zu lassen.

Die Malerei, die in der Galerie zu sehen ist, kann unterteilt werden in Porträts und Luftballon-Bilder. Diese sind für den Künstler eigentlich auch Porträts, die stellvertretend für Menschen stehen könnten. Gerne entscheidet er sich für das Panoramaformat, um die Schnur mit abbilden zu können. Man erkennt, dass der Malprozess ein sehr intensiver war, die unterschiedlichsten Farben schimmern durch den dominierenden Farbton durch. Und den Ballons ist zum Teil schon die Puste ausgegangen, wie es auch Menschen in fortgeschrittenem Alter passieren kann. Janne Gronen hob die Vielseitigkeit von Sievers als Künstler hervor. Sie gestand, dass es ihr zunächst schwergefallen sei, einen Zugang zu den Porträts zu bekommen. Sie haben etwas Gespenstisches an sich. Die Farben entsprechen in etwa denen eines Röntgenbildes, und dass die vom Leben gezeichneten und betagten Personen die Augen geschlossen haben, macht die Bilder nur noch unheimlicher. Der Künstler will damit aber nicht das Morbide, sondern das Sich-in-sein-Inneres-Zurückziehen deutlich machen. Die Ausstellung an der Alte Bergheimer Straße 7 ist freitags von 18 bis 20, sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.