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Kunstausstellung zum Thema "Radfahren" im Kloster Langwaden

„Philosophie des Fahradfahrens“ in Grevenbroich : Kloster Langwaden widmet dem Zweirad eine Ausstellung

Kurator Peter Jordan will den Radfahrer Hochkultur zeigen, bevor sie am Sonntag in die Pedale treten. Acht Künstler präsentieren ihre Werke zu den Themen Radfahren, Bewegung und Dinge am Wegesrand.

Irgendwie das Fahrrad als Kunstobjekt ins Museum zu holen – das war der Plan von Kurator Peter Jordan. Anlässlich des Niederrheinischen Radwandertrages am Sonntag, 7. Juli, plante er bereits vor Monaten, das Thema auch künstlerisch zu begleiten.

Nun feiert 24 Stunden vor dem Aktionstag, Samstag, 6. Juli, die Ausstellung „Philosophie des Fahrradfahrens“ im Kloster Langwaden um 16 Uhr Vernissage. Teilnehmer des großen Rad-Events sollen so die Hochkultur genießen können, bevor sie dann am Sonntag die kilometerlangen Routen am Niederrhein entlangradeln und sich dort schön abstrampeln. Aber auch Nicht-Radler will die Ausstellung begeistern „Wir werden eine Mischung aus Fotografie und Malerei zeigen“, sagt Robert Jordan, der bereits vor einigen Jahren eine Ausstellung zu einem ähnlichen Thema, nämlich der Tour de France, organisiert hatte. Der Kurator hat aus der Region acht Künstler zusammengetrommelt, die sich mit dem Thema Rad künstlerisch beschäftigt haben: Amédé Ackermann, Hilla Baecker, Jürgen Holitschke, Maria Helena Isaza Santa, Silja Meier, Tilman Neubert, Heike Plohs und Horst Schleicher. Sie leben und arbeiten in Neuss, Grevenbroich und Jüchen. „Es war mir wichtig, zu ergründen, wie man das Thema Radfahren überhaupt mit Kunst zusammenführen kann“, sagt Jordan. Es soll um ein alltägliches Thema der Menschen gehen, etwas, das viele jeden Tag beschäftigt, aber in der Kunst bisweilen kaum vorkommt. Der Kurator nutzte seine intensiven Kontakte in die Szene, sofort waren die Künstler begeistert. Der Neusser Tilman Neubert etwa wird eine Fotoserie zeigen, die all jene Dinge am Wegesrand ins Zentrum rückt, dem der Radfahrer tagtäglich begegnet. „Es werden unter anderem Telefonmasten, Stromkästen und andere Objekte in Szene gesetzt“,weiß Jordan.Die Ausstellung wird zwei Monate zu sehen sein, Ende ist am 31. August. Zur Eröffnung wird Pater Prior Bruno Robeck sprechen. Der Eintritt ist frei, das Kloster Langwaden hat täglich geöffnet.