Neuer Pächter von Schloss Hülchrath plant Aktionen: Kultur-Kooperation mit Kloster und Schloss

Neuer Pächter von Schloss Hülchrath plant Aktionen : Kultur-Kooperation mit Kloster und Schloss

In Zeiten knapper Kassen setzt die Stadt verstärkt auf Kooperationen mit privaten Partnern, um in Grevenbroich ein abwechslungsreiches Kultur-Programm auf die Beine zu stellen. Nachdem Dezernent Klaus-Dieter Rostock bereits das Kloster Langwaden ins Boot geholt hat, strebt er nun auch eine Partnerschaft mit Schloss Hülchrath an. Schlossbesitzer Theo Wennmacher (rechts) und Pächter Karsten Hermida planen für die Zukunft zahlreiche Aktionen in Hülchrath. Schon im Mai soll in Kooperation mit der Stadt eine Skulpturen-Ausstellung eröffnet werden, so wie sie schon jetzt im Langwadener Klostergarten zu sehen ist. NGZ-Fotos (2): H. Jazyk

In Zeiten knapper Kassen setzt die Stadt verstärkt auf Kooperationen mit privaten Partnern, um in Grevenbroich ein abwechslungsreiches Kultur-Programm auf die Beine zu stellen. Nachdem Dezernent Klaus-Dieter Rostock bereits das Kloster Langwaden ins Boot geholt hat, strebt er nun auch eine Partnerschaft mit Schloss Hülchrath an. Schlossbesitzer Theo Wennmacher (rechts) und Pächter Karsten Hermida planen für die Zukunft zahlreiche Aktionen in Hülchrath. Schon im Mai soll in Kooperation mit der Stadt eine Skulpturen-Ausstellung eröffnet werden, so wie sie schon jetzt im Langwadener Klostergarten zu sehen ist. NGZ-Fotos (2): H. Jazyk

Das antike Gemäuer steht unter einem neuen Pächter, der für die Zukunft zahlreiche Aktionen plant. Bereits im vergangenen Monat hat die Stadt eine Partnerschaft mit den Langwadener Zisterziensern geschlossen und gemeinsam die Reihe "Konzerte im Kloster" initiiert, die bisher insgesamt acht musikalische Veranstaltungen umfasst.

Die Kultur-Kooperation wird jetzt ausgebaut: Im Barockgarten hat - auf Initiative von Prior Basilius Ullmann - der Düsseldorfer Künstler Peter Rübsam seine Steinskulpturen aufgebaut, um sie einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren; weitere Ausstellungen sollen folgen. Für die Stadt geht dies recht kostenneutral über die Bühne: "Wir bringen unser Gewicht bei der Suche nach Sponsoren ein, sorgen für die Einladungen und zahlen höchstens einmal einen ,Anerkennungs-Beitrag' an die Mönche, wenn der Eintritt zur jeweiligen Veranstaltung frei ist", erklärt Klaus-Dieter Rostock.

Eine ähnliche Kooperation strebt er auch mit dem Hülchrather Schloss an. Besitzer Theo Wennmacher hat das alte Gemäuer unlängst an Karsten Hermida verpachtet. Er plant bereits für den kommenden Monat gemeinsam mit der Stadtverwaltung die "Kulturellen Mai-Wochen". Der in Gierath geborene Künstler Karl Ernst Kamphausen wird dann seine Plastiken auf dem Außengelände des Schlosses ausstellen.

Zur Eröffnung am 1. Mai wird es zudem eine Oldtimer-Ausstellung geben, die Jazzband "Muckefuck" spielt auf und das Duo "Carlos und Petra" singt regionale und spanische Lieder. "Wir möchten das Schloss künftig mehr in das kulturelle Blickfeld der Stadt rücken - mit Veranstaltungen, die zur mehrhundertjährigen Geschichte des Hauses passen", erklärt Karsten Hermida. Eine "Harry Potter-Nacht" in echtem Hogwards-Ambiente ist zum Erscheinen des fünften Buchs von Joanne K. Rowling ebenso geplant wie mittelalterliche Märkte im Sommer und Winter.

Auch mit der Sebastianus-Bruderschaft möchte Hermida eng zusammenarbeiten: Zum Schützenfest im nächsten Jahr plant er einen historischen Jahrmarkt, weitab vom üblichen Kirmesplatz-Geschehen. Und: Zurzeit wird eine Burgschänke eingerichtet, die voraussichtlich Ende Mai fertig sein soll. Typische Speisen der Region sowie 24 verschiedene Weine sollen zum Angebot des urigen Restaurants gehören.

Schon Anfang Mai stellt Hermida ein großes Ritterzelt im Schlossgarten auf, in dem er die Kulturwochen-Gäste bewirten möchte. Kulturdezernent Klaus-Dieter Rostock freut sich indes über die Initiative am Rande der Stadt: "Wir befürworten das sehr. Schloss Hülchrath, der Kulturtreff ,Alte Synagoge' und die Museumsinsel Hombroich sind ein Kultur-Ensemble, das Ausstrahlung bis nach Düsseldorf haben kann. Ich sehe hier ein vernünftiges Betätigungsfeld - auch mit Blick auf die weichen Standortfaktoren."

(NGZ)
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