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Grevenbroich: Kritik an SPD-Vorschlag fürs alte Finanzamt

Grevenbroich : Kritik an SPD-Vorschlag fürs alte Finanzamt

Die Stadt soll das alte Finanzamt an der Erckensstraße erwerben. Das schlägt Ratsfrau Martina Suermann von der SPD vor – und trifft auf die Kritik von CDU, FDP und ABG.

Nachdem die Union dem Vorhaben bereits eine Absage erteilt hatte, zogen gestern weitere Fraktionen nach. Nicht ohne Häme empfahl Holger Damaske (ABG) der SPD, den "finanzpolitischen Amoklauf" ihrer Ratsfrau zu beenden: "Die Stadt ist im Nothaushalt und hat keine Möglichkeiten, sich als Investor am Immobilienmarkt zu betätigen", argumentiert der Ratsherr. Immerhin laste auf Grevenbroich ein Schuldenstand von etwa 135 Millionen Euro.

Der Kauf eines Finanzamtes, das vom Land für 1,6 Millionen Euro angeboten wird, sei vor diesem Hintergrund unmöglich, meint Holger Damaske. Zudem stünden weitere finanzielle Herausforderungen vor Grevenbroich – etwa der Neubau des Schlossbades und die Sanierung der Feuerwache an der Lilienthalstraße.

Auch die FDP weist den Vorschlag der Sozialdemokraten zurück: "Ich sehe keinen Sinn darin, ein Gebäude zu erwerben, damit wir dessen künftige Nutzung bestimmen können. Vor allem aber haben wir für solche Dinge kein Geld", betont der Fraktionsvorsitzende Manfred Hermanns. Für ihn sei dieses Thema ohnehin erledigt: "Schließlich hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke der Stadt bereits Anfang April untersagt, das frühere Finanzamt zu erwerben."

(NGZ)