1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Kreisverkehre mit Kunst attraktiver gestalten

Grevenbroich : Kreisverkehre mit Kunst attraktiver gestalten

Grevenbroich braucht mehr Kreisverkehre – darum dreht sich in der Sommerpause ein Konzept der CDU-Fraktion. Grevenbroich braucht vor allem auch schönere Kreisel, sagt Jürgen Meister, bildender Künstler aus Kapellen.

Grevenbroich braucht mehr Kreisverkehre — darum dreht sich in der Sommerpause ein Konzept der CDU-Fraktion. Grevenbroich braucht vor allem auch schönere Kreisel, sagt Jürgen Meister, bildender Künstler aus Kapellen.

Seine Idee: "Diese Flächen, die toter Raum sind, mit Pflanzen oder Kunst kreativ gestalten." So könnten Visitenkarten für die Schloss-Stadt geschaffen werden.

"Visitenkarte der Stadt"

Hintergrund: Aus Kostengründen will die CDU Ampeln im Stadtgebiet abschalten und — wo möglich — durch Kreisverkehre ersetzen. Allein die Wartung der Signalgeber habe, so Fraktionschef Norbert Gand, im vergangenen Jahr mehr als 44 000 Euro gekostet; dazu kamen mehr als 20 000 Euro Kosten für Strom. Als markante Standorte für Kreisel sind etwa die Kreuzungen Bergheimer/Kaplan-Hahn-Straße (in der Nähe der HEM-Tankstelle), am Hagelkreuz oder Rheydter/Düsseldorfer Straße im Gespräch.

Üppige Pflanzen wie am Bodensee oder ein altes Fischerboot inmitten eines Straßenrunds in Südfrankreich — so individuell könnten Kreisel gestaltet sein, nennt Jürgen Meister einige Beispiele. "Ein Kreis, ein Baum in die Mitte, und fertig ist die Gestaltung: Das geht auch anders", ist der Kapellener überzeugt. Ideal in seinen Augen: "Wenn Bezüge zur Region aufgegriffen werden." Nicht immer sollten nur Ingenieure über die Gestaltung der Kreisverkehre entscheiden: "Es wäre wünschenswert, wenn technisches Wissen mit den Ideen von Kreativen kombiniert würde."

Was Jürgen Meister auch weiß: Die Stadt Grevenbroich hat kein Geld. Grün oder Kunst für die runden Flächen müsste also von Sponsoren kommen: "Vielleicht könnte man auch die Anlieger für eine Pflege-Patenschaft gewinnen." Meister sieht einen Nutzen für die gesamte Stadt: "Die Kreisverkehre sind Werbung für die Stadt."

"Gute Idee", sagt Ralf Cremers. Der Sprecher der CDU-Fraktion im Umweltausschuss und Ingenieur für Landschaftspflege hat selbst ein Straßenrund zwischen Grevenbroich und Wevelinghoven gestaltet. Cremers würde sich ein "einheitliches Gestaltungskonzept für alle Kreisel im gesamten Stadtgebiet" wünschen. Darüber entscheiden könnte der Umwelt- oder Kulturausschuss.

(NGZ)