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Grevenbroich: Kreis plant zweite Rettungswache

Grevenbroich : Kreis plant zweite Rettungswache

Der Rettungsdienst soll verbessert werden: Der Kreis plant eine zweite Rettungswache in der Stadt – im künftigen Feuerwehrhaus für Neurath und Frimmersdorf. Der Vorteil: In südlichen Stadtteilen wäre Hilfe schneller vor Ort.

Die Stadt und der Rhein-Kreis wollen an einem Strang ziehen: Die Löschzüge Neurath und Frimmersdorf sollen ein gemeinsames Feuerwehrhaus erhalten – und dort soll zugleich ein rund um die Uhr besetzter Rettungswagen stationiert werden. Mit diesem Plan hat sich der Kreis als Träger des Rettungsdienstes an die Stadt gewandt, im Rathaus wird das Vorhaben begrüßt.

Überhaupt soll der Rettungsdienst verbessert werden, dem Kreistag liegt am 30. März der neue Bedarfsplan zum Beschluss vor. "Wir benötigen mehr Rettungsmittel, da die Zahl der Rettungswageneinsätze gestiegen ist", erläutert Hans-Joachim Klein (55), Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung beim Kreis. Rund 5500 Mal im Jahr rücken die beiden vom Roten Kreuz betriebenen Rettungswagen von der Wache am St.-Elisabeth-Krankenhaus zu Einsätzen im Stadtgebiet und in Rommerskirchen aus.

Ein Fahrzeug ist den ganzen Tag über besetzt, das andere tagsüber und an Wochenenden. Die Lösung für die Zukunft: Auch der zweite Wagen soll rund um die Uhr ausrücken. "Darüber hinaus haben wir überlegt, wie wir die Eintreffzeiten verbessern können. Wenn ein neues Feuerwehrhaus im Süden gebaut wird, macht es Sinn, dort auch einen Rettungswagen zu stationieren", sagt Klein. "Von dort aus lassen sich Einsatzorte in Rommerskirchen, aber auch in Gustorf, Gindorf, Neuenhausen, Frimmersdorf und Neurath schneller erreichen."

Im Stadtgebiet soll der Rettungswagen binnen acht Minuten nach Alarmierung vor Ort sein. "Wir erreichen diese Frist, aber wir wollen sie noch optimieren", so Klein. Ein weiterer Vorteil: Auf der Wache am Krankenhaus ist es eng (die NGZ berichtete), die Verlegung eines Fahrzeugs würde Platz schaffen.

Für die zweite Wache müsste der Neubau fürs Feuerwehrhaus größer geplant werden – nötig sind ein Stellplatz sowie für die Rettungssanitäter Ruhe- und Aufenthaltsräume. Angedacht ist, dass der Kreis die Räume mietet. Im Stadtetat sind Mittel für die Planung des Neubaus vorgesehen. Als Standort stehen Flächen rund um die Kreuzung der K 38 und K 39 zwischen Frimmersdorf und Neurath zur Diskussion.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny begrüßt die Lösung. "Die Sicherheit der Bürger wird verbessert, Anwohner der Wache an der Parkstraße werden entlastet." Mit Blick auf die Erfthallen-Diskussion meint sie: "Das geplante Feuerwehrhaus mit Rettungswache zeigt, dass wir in den südlichen Stadtteilen etwas tun. So wollen wir das Barbarahaus zum Kindergarten umbauen, und die Viktoria-Schule wird an einem Standort zusammengelegt."

(NGZ)