Grevenbroich: Kreis fordert weitere Details zum Badbau

Grevenbroich : Kreis fordert weitere Details zum Badbau

Der Weg zwischen dem Kreishaus in Neuss und dem Grevenbroicher Rathaus scheint weit: Ein Schreiben des Rhein-Kreises Neuss zum Schlossbad-Neubau vom 2. Januar lag bis Freitagmittag, 6. Januar, jedenfalls noch nicht auf dem Tisch von Bürgermeisterin Ursula Kwasny.

Dabei geht's um ein wichtiges Thema: Angesichts des Nothaushalts der Stadt muss Landrat Hans-Jürgen Petrauschke seine Zustimmung zum Großprojekt geben. Politik und Stadtverwaltung warten auf die Stellungnahme des Landrates. Ein wichtiges Kriterium ist die Wirtschaftlichkeit des Bades.

Doch noch können die Grevenbroicher Verantwortlichen nicht mit einer abschließenden Beurteilung rechnen: "Der Kreis hat mit Schreiben vom 2. Januar um einen ergänzenden Bericht zur Wirtschaftlichkeit gebeten", erklärt Kreissprecher Reinhold Jung in Neuss auf Anfrage der NGZ. Erst danach könne eine Stellungnahme erfolgen.

Bereits im Dezember hatte die Stadt dem Landrat zusätzliche, erbetene Unterlagen zugesandt. "Das aktuelle Schreiben liegt mir noch nicht vor", sagte Kwasny gestern Mittag. "Wir werden es schnellstmöglich beantworten", so die Verwaltungschefin. Gibt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke seine Zustimmung, muss der Rat entscheiden, ob das Gas- und Wasserwerk Grevenbroich (GWG) Investor und Betreiber des Bades werden soll.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Kreis wegen Grevenbroicher Badplänen aktiv wird: Vor rund vier Jahren — unter Axel Prümm als Bürgermeister — musste die Stadt Pläne für das Freizeit- und Wellnessbad in Neurath aufgeben, weil der Kreis die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben sah.

(NGZ/rl)