Grevenbroich: Kreative Ideen gesucht für die Wellenbrecher aus dem Elsbachtal

Grevenbroich : Kreative Ideen gesucht für die Wellenbrecher aus dem Elsbachtal

Tetrapoden werden meist zum Schutz von Küsten eingesetzt. Auf Sylt zum Beispiel dienen sie als Wellenbrecher. Anders im ADAC-Fahrsicherheitszentrum, das am Eingang zum eher wasserarmen Elsbachtal liegt: Dort bilden die Betonklötze nun eine Art Grenze zwischen dem öffentlichen Parkplatz und dem Trainingsgelände. "Das hat Sicherheitsgründe", sagt Cheftrainer Thomas Eilers.

Zwölf dieser vierarmigen Kolosse - jeder sieben Tonnen schwer und etwa 2,30 Meter hoch - wurden in der vergangenen Woche unterhalb der Gustorfer Höhe angeliefert und mit Hilfe eines Krans positioniert. "Sie bilden nun eine klare Abgrenzung zwischen den beiden Bereichen", sagt Eilers. Die Betonklötze sollen verhindern, dass Autos vom leicht abschüssigen Parkplatzgelände auf die Trainingsstrecke rollen - "etwa wenn jemand vergessen hat, die Handbremse anzuziehen". Das sei zwar schon einmal geschehen, doch einen Unfall habe es zum Glück nicht gegeben. "Da aber alles, was passieren kann, auch passieren wird, haben wir uns für eine Betonabsperrung entscheiden", sagt Cheftrainer Eilers.

Das große Manko der zwölf Tetrapoden: Bis auf ein paar Blümchen, die schon jemand mit der Lackdose drauf gesprayt hat, sind sie grau und recht schmucklos. "Das wollen wir gerne ändern", sagt Klaus-Jürgen Ruppert, Chef des Fahrsicherheitszentrums. Seine Idee: Interessierten Künstlern aus Grevenbroich und Umgebung sollen die Betonklötze jetzt als ungewöhnliche "Leinwand" angeboten werden.

"Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wer eine Idee hat, kann sich gerne bei uns melden", betont Thomas Eilers. Dabei seien Graffiti-Künstler ebenso gefragt wie diejenigen, die statt mit der Sprühdose lieber mit Pinsel und Farbe hantieren. Wer möchte, kann sogar eine ganze Betonklotz-Serie gestalten. "Mobile Themen sind in einem Fahrsicherheitszentrum natürlich willkommen", sagt Eilers. Aber auch Motive aus Grevenbroich seien denkbar. "Der Name der Stadt hat zwölf Buchstaben, wir haben zwölf Tetrapoden - vielleicht lässt sich auch daraus was machen", gibt der Cheftrainer einer Denkanstoß.

Wer sich an der ungewöhnlichen Aktion beteiligen möchte oder eine gute Idee hat, kann sich ab sofort beim ADAC im Elsbachtal melden - entweder unter der Rufnummer 02181 7570123 oder per Mail an k.ruppert@fsz-grevenbroich.de.

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