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Grevenbroich: Krankenhaus-Küche schließt: Essen wird ab 2015 aus Dormagen geliefert

Grevenbroich : Krankenhaus-Küche schließt: Essen wird ab 2015 aus Dormagen geliefert

Patienten und Besucher des Kreiskrankenhauses St. Elisabeth werden in knapp zwei Jahren ihr Essen nicht mehr aus der Küche der Klinik, sondern aus einer neuen zentralen Großküche aus Dormagen erhalten.

Nach umfangreichen Untersuchungen und der Prüfung aller Alternativen hat sich der Rhein-Kreis Neuss als Träger der beiden Kreiskrankenhäuser entschlossen, nicht mehr in die beiden sanierungsbedürftigen Küchen an den Standorten in Grevenbroich und Dormagen zu investieren, sondern in Hackenbroich eine zentrale Großküche zu bauen. Darauf verwies gestern Krankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus: "Für Dormagen sprach das eigene Grundstück und die unmittelbare bauliche Anbindung an ein Krankenhaus." So werden in den nächsten beiden Jahren rund sieben Millionen Euro in den Neubau investiert. "Eine Sanierung der Küchen hätte eine höhere Summe verschlungen", sagte Nennhaus.

Von Dormagen aus werden ab 2015 das Kreiskrankenhaus Grevenbroich und weitere Einrichtungen des Kreises sowie Seniorenheime, Schulen und Krankenhäuser beliefert. Da die Küchenprodukte durchaus zum Wohlbefinden während des Klinikaufenthaltes beitragen, legt die Krankenhausleitung viel Wert auf Qualität und schmackhafte Zubereitung, wie Nennhaus ausführte: "Unsere Patienten sind sehr mit unserem Essen zufrieden, das soll so bleiben." Mit dem verbesserten "Cook&Chill"-Verfahren werden die Speisen so zubereitet, dass sie in kaltem Zustand transportiert und vor Ort zu Ende gegart werden: "Dadurch bleiben Vitamine erhalten, und das Essen schmeckt sehr gut", betonte er. Auch das neue Bistro in Grevenbroich werde mit den Speisen beliefert, dort werde aber auch selbst einiges zubereitet.

Ein Aspekt der Entscheidung sei auch der Erhalt des überwiegenden Teils der Arbeitsplätze gewesen: "Zwar werden nicht alle Mitarbeiter der Küche in Grevenbroich mit nach Dormagen ziehen, allerdings arbeiten wir daran, ihnen andere Arbeitsplätze im Unternehmen zu beschaffen", erklärte Nennhaus.

(NGZ)