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Krankenhaus in Grevenbroich nimmt nicht mehr alle Patienten auf

Grevenbroich in der Corona-Pandemie : Krankenhaus nimmt nicht mehr alle Patienten auf

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf den Klinik-Betrieb: Das Krankenhaus in Grevenbroich verschiebt Eingriffe, soweit medizinisch vertretbar, zudem wird ein Teil der Neuaufnahmen in den Krankenhäusern des Rheinland-Klinikums in Neuss und Dormagen behandelt. Neben der angespannten Personallage ist ein Grund dafür, dass Patienten mit Corona-Infektion allein im Zimmer untergebracht werden.

Das Elisabethkrankenhaus stößt wegen der Corona-Pandemie an Kapazitätsgrenzen. Eingriffe werden, wenn medizinisch vertretbar, verschoben, andere aufzunehmende Patienten werden statt in der Klinik an der Von-Werth-Straße in den übrigen Krankenhäusern des Rheinland-Klinikums in Dormagen und Neuss behandelt. Täglich seien etwa zehn der rund 50 neu aufzunehmenden Patienten betroffen, sagt Ulla Dahmen, Sprecherin des Rheinland-Klinikums. „Die Notfallversorgung ist aber gesichert“, betont sie. Einen generellen Aufnahme-Stopp gibt es im Grevenbroicher Krankenhaus nicht.

„Auf mehreren Stationen wurden bei Patienten oder bei Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt“, erläutert Ulla Dahmen. „Wir bringen die Patienten dann in Ein-Bett-Zimmern unter, dafür ist mehr Platz nötig.“ Mit der Einzelunterbringung auch von Menschen ohne Symptomen soll der Weiterverbreitung des Virus entgegen gewirkt werden. Die Folge: „Wir haben uns entschlossen, planbare Eingriffe und Aufnahmen, soweit dies medizinisch vertretbar ist, zu verschieben – beziehungsweise wir bieten an, dass die Behandlung an den anderen Krankenhäusern des Rheinland-Klinikums, im Lukas-Krankenhaus in Neuss oder am Krankenhaus Dormagen in Hackenbroich, übernommen wird“, erklärt die Klinik-Sprecherin. Die Entscheidung etwa über eine Verschiebung einer Operation „treffen die Ärzte“, betont Ulla Dahmen.

Ein zweiter Grund für die Einschränkung der Aufnahmen am Elisabeth-Krankenhaus in Grevenbroich sei „die angespannte Personallage, weil Mitarbeiter sich in Quarantäne befinden – entweder weil sie selbst oder weil ein Angehöriger infiziert ist“, schildert Ulla Dahmen.

Das Rheinland-Klinikum rechnet mit einer weiteren Verschärfung der Personallage, wenn mit dem harten Lockdown Krankenhaus-Mitarbeiter die Betreuung ihrer Kinder zu Hause sicherstellen müssten.

Nicht geplant ist – „Stand heute“ – laut der Sprecherin, dass bereits im Grevenbroicher Krankenhaus liegende Patienten aus Corona-bedingten Platz- oder Personalgründen in die anderen Häuser des Rheinland-Klinikums verlegt werden.