Grevenbroich: Konzept für mehr Kita-Plätze

Grevenbroich : Konzept für mehr Kita-Plätze

Die Verwaltung hat den Bedarf an Kita-Plätzen ermittelt und einen Plan für die Stadt vorgelegt. Zwei Einrichtungen sollen neu gebaut werden, vier ziehen um, sechs bieten neue U3-Plätze. Ein Problem bleibt die Finanzierung.

Einige Neubau-Projekte, noch mehr Umzüge und Gruppen-Umwandlungen in bestehenden Einrichtungen: Die Verwaltung hat ein Konzept für die künftige Kita-Landschaft in Grevenbroich erarbeitet. Dieses wurde gestern Abend im Jugendhilfe-Ausschuss vorgestellt. Erster Beigeordneter Michael Heesch rechnet mit Diskussionen, etwa zur Erweiterung der Kita "Sternschnuppe" auf dem Schulgelände in Neuenhausen: "Hier muss die Politik eine Entscheidung fällen." Ein Problem wird die Finanzierung bleiben.

Das Land hat die Zuschussformalien geändert. Bisher gab es im Rahmen eines Sonderprogramms Geld für einzelne Projekte, etwa Um- oder Neubauten. Nun soll eine Pauschale überwiesen werden, die die Kommune selbst einteilen kann. Michael Heesch fürchtet, dass dadurch weniger Geld in Grevenbroich ankommt, denn: "Zurzeit ist noch alles unklar, auch die Vergabe-Kriterien." Deswegen beantrage er weiterhin Mittel für Projekte, um auf nichts zu verzichten.

Die größten Neubauten Zwei Einrichtungen werden neu errichtet: Im Neubaugebiet Kapellen wird die evangelische Kirche eine Kita bauen, die Diakonie wird die Trägerschaft übernehmen. Baubeginn soll 2012 sein. Zudem wird die städtische Kita Wevelinghoven an der Poststraße neu gebaut.

Umbauten in Stadtteilen Bereits bewilligt ist der Zuschuss für den Umbau des Barbarahauses. Die Stadt hat das Objekt in Neurath erworben. Für insgesamt 712 000 Euro soll es hergerichtet werden. Davon übernimmt das Land NRW 272 000 Euro. "Zurzeit wird geplant. Der Baubeginn steht nicht fest", sagt Paul Janusz von der Stadtverwaltung. Er rechnet mit einer Umbaudauer von einem Jahr.

Auf der Prioritätenliste ganz oben stehen Umbauten für das Familienzentrum "Zaubermühle" — geplant in der Schule an der Turmstraße — und für die städtische Kita in Gustorf: Am Hallenbad soll eine viergruppige Einrichtung öffnen.

Sollte in Neuenhausen die Grundschule aufgegeben werden, könnten die Räume von der städtischen Kita genutzt werden. Die Verwaltung plant dort zurzeit mit vier Gruppen (zwei mit Plätzen für U3-Kinder).

Behinderte Kinder In der städtischen Kita Frimmersdorf sollen künftig nicht nur Sprachbehinderte aufgenommen werden. "Ganz neu wird das Angebot des Integrativen Familienzentrums ,Blumenwiese' sein: Erstmals werden in Grevenbroich drei integrative U3-Gruppen geschaffen", sagt Christa Schmitz-Kahmen von der städtischen Jugendhilfe.

(NGZ/jt)