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Grevenbroich: Kompromiss: Drews darf am Hagelkreuz singen

Grevenbroich : Kompromiss: Drews darf am Hagelkreuz singen

Jürgen Drews darf nun doch in Grevenbroich auftreten. Allerdings nicht wie geplant auf dem Orkener Kirmesplatz, sondern auf dem ehemaligen Rhein-Erft-Schau-Gelände am Hagelkreuz. Darauf haben sich Veranstalter und Stadtverwaltung jetzt geeinigt.

Am Termin wird nicht gerüttelt: Der "König von Mallorca" bittet nach wie vor am 30. April zur Audienz in der Schlossstadt.

In den vergangenen Woche gab es Wirbel um den Auftritt. Der Förderverein der SG Orken-Noithausen hatte Drews bereits im Dezember für seinen "Tanz in den Mai" an der Richard-Wagner-Straße engagiert. Knapp einen Monat vor der Veranstaltung verbot die Stadt jedoch das Konzert an dieser Stelle — es bestehe die Gefahr, dass sich Anwohner erneut über Lärm beschweren würden. Nach einem Konzert mit Schlagerstar Michael Wendler im vergangenen Jahr hatten sich angeblich mehrere Bürger über Ruhestörungen beklagt.

"Mit der unbürokratischen Hilfe von Bürgermeisterin Ursula Kwasny haben wir nun eine Alternative zum Kirmesplatz gefunden", erklärte jetzt Norbert Trippen vom Förderverein der SG Orken-Noithausen. Das Gelände am Hagelkreuz, direkt am Stadteingang gelegen, biete ausreichend Platz für ein mehr als 2200 Quadratmeter großes Partyzelt, zudem seien auch die notwendigen Versorgungsanschlüsse vorhanden.

Da die Wiese in der Regel von einem Reitstall genutzt wird, will der Veranstalter in der Nacht zum 1. Mai mit einem verstärkten Sicherheitsdienst arbeiten: "Die Security soll vor allem darauf achten, dass niemand Flaschen oder Gläser mit auf das Gelände bringt, auf dem hinterher wieder Pferde weiden werden."

Geparkt werden kann auf dem Areal jedoch nicht. Wer mit dem Auto kommt, sollte das ehemalige Zuckerfabrik-Gelände nutzen, raten die Veranstalter. Darüber hinaus wollen sie dafür werben, dass die neuen Nachtbusse für die Heimfahrt genutzt werden können. Sie halten direkt am Hagelkreuz.

Das Auftrittsverbot für Jürgen Drews hatte überregional für Aufsehen gesorgt. Gestern ließ der "König von Mallorca" über sein Management mitteilten, dass er keineswegs als Ruhestörer in Grevenbroich auftreten wolle. "Die Fans sollen sich mehr auf den Gesang und die Musik konzentrieren — und nicht auf die wummernden Bässe."

(wilp)