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Kommunalwahl 2020 in Grevenbroich: Schon mehr als 7500 Grevenbroicher beantragen Briefwahl

Kommunalwahl in Grevenbroich : 7542 Bürger haben Briefwahl schon beantragt

In Grevenbroich macht sich ein verstärkter Trend zur Briefwahl bemerkbar: Bis Sonntag, drei Wochen vor der Kommunalwahl, gingen im Rathaus insgesamt 7542 Anträge auf Wahlscheine ein.

„Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber der Kommunalwahl 2014, als der Rat zuletzt gewählt wurde“, sagt Stadtsprecher Stephan Renner. Vor sechs Jahren wurden in der Schlossstadt exakt 7491 Anträge auf Wahlscheine gestellt – und zwar insgesamt.

„Diese Zahl haben wir schon jetzt überstiegen“, sagt Stephan Renner. Das hohe Interesse an der Brief- beziehungsweise Direktwahl im Rathaus führt er einerseits auf die Corona-Pandemie und die Angst vor einer möglichen Infektion in einem der Grevenbroicher Wahllokale zurück. „Auf der anderen Seite gibt es aber auch den Trend, verstärkt die Briefwahl in Anspruch zu nehmen, um den Wahl-Sonntag flexibler gestalten zu können“, meint der Rathaussprecher.

Der „Run“ auf die Wahlscheine treffe die Stadt aber nicht unvorbereitet – denn: „Wir haben die Mannschaft in unseren insgesamt 13 Briefwahl-Vorständen von jeweils sechs auf nunmehr acht Personen aufgestockt“, sagt Renner. Durch die größeren Teams soll das  Auszählen am Wahlabend beschleunigt werden.

Setzt sich der Trend fort, könne es nach einer Schätzung aus dem Rathaus sein, dass bis zur Kommunalwahl am 13. September zwischen 15.000 und 18.000 Bürger aus Grevenbroich einen Wahlschein beantragt haben. „Wir werden uns die weitere Entwicklung genau ansehen, um gegebenenfalls die Briefwahl-Vorstände noch einmal aufzustocken“, sagt Stephan Renner.

Die Stadt hatte bereits frühzeitig dazu aufgerufen, die Möglichkeit der Briefwahl in Anspruch zu nehmen, um den Andrang in den Wahllokalen zu entzerren. „Wegen der Corona-Pandemie sind dort nur eine bestimmte Anzahl von Personen gleichzeitig erlaubt, daher kann es beim Wählen zur Wartezeiten kommen“, so der Rathaussprecher. „Eine Brief- oder Direktwahl bietet sich daher an.“