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Grevenbroich: Kommentar: Keiner fühlt sich zuständig

Grevenbroich : Kommentar: Keiner fühlt sich zuständig

Ist der Bahnhof Grevenbroich zu einem Treffpunkt von Verbrechern geworden? Auch wenn die Zahlen der Polizei alarmierend sind, ist das sicher ein verzerrtes Bild. Es ist sicherlich für viele nicht schön, wenn sich Gruppen von Methadon-Patienten im oder vor dem Bahnhof versammeln, dort Bier trinken und sich die Zeit vertreiben.

Doch es ist vor allem das subjektive Angstempfinden, was dadurch steigt. Die Patienten sind mit ihrem Auftreten oft unangenehm – aber ungefährlich. Die Straftaten am Bahnhof halten sich in Grenzen – und sie werden nicht alle von den Methadon-Patienten begangen. Dass sich Bahnhofsbesucher belästigt fühlen, ist nachvollziehbar. Das Problem für sie: Keiner fühlt sich für den Bahnhof zuständig. Hier sollte sich die Stadt auch selbst in die Pflicht nehmen. Wenn sie ein Einsatzgebiet für Streetworker sucht, dann wäre der Bahnhof der geeignete Ort. Christoph Pütz

(NGZ)