Kohlekraftwerk Neurath ersetzt zwei abgeschaltete Blöcke in Niederaußem

Ortsmarke: Kraftwerk in Neurath ersetzt zwei abgeschaltete Blöcke

Das Kohlekraftwerk in Frimmersdorf ist  vor einem Jahr in die Sicherheitsbereitschaft überführt worden. Und im Kraftwerk Neurath soll der Block C im nächsten Jahr abgeschaltet werden. Den 1. Oktober 2019 nennt RWE dafür jetzt als Termin. Damit werden dann insgesamt 1.500 Megawatt an Kraftwerkskapazität heruntergefahren.

Die Kohlekraftwerksblöcke „Emil“ und Friedrich“ in Niederaußem wurden in die sogenannte Sicherheitsbereitschaft überführt.. Das bedeutet für das Kraftwerk in Grevenbroich-Neurath jetzt eine entsprechend erhöhte Leistungsanforderung, wie RWE-Sprecher Olaf Winter auf Nachfrage der NGZ bestätigt.

Wie die Blöcke in Niederaußem war das Kohlekraftwerk in Frimmersdorf vor einem Jahr in die Sicherheitsbereitschaft überführt worden – und seitdem keinmal angefordert worden. Im Kraftwerk Neurath soll der Block C am 1. Oktober 2019 abgeschaltet werden. Damit werden dann insgesamt 1500 Megawatt an Kraftwerkskapazität heruntergefahren. Die vierjährige Sicherheitsbereitschaft in Frimmersdorf läuft Ende September 2021 aus. Der Block C in Neurath bleibt bis 2023 in Sicherheitsbereitschaft. Grundsätzlich werde, so RWE-Sprecher Winter, die mit der Sicherheitsbereitschaft wegfallende Erzeugungskapazität über den gesamten deutschen Markt abgefedert. Das geschieht ganz normal im Rahmen der „merit order“, führt also nicht automatisch zu einer höheren Auslastung des Kraftwerks Neurath, führt Olaf Winter aus.

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Damit die stillgelegten Blöcke aus der Sicherheitsbereitschaft herausgenommen und wieder aktiviert werden müssten, greift das theoretisches Szenario des Katastrophenschutzes der Bundesregierung. Um Kraftwerke aus der Sicherheitsbereitschaft wieder in Betrieb zu nehmen, müssten „lange anhaltende Extremsituationen“ wie ein besonders harter Winter, politische Schieflagen oder Versorgungsengpässe in Nachbarländern vorliegen. Winter: „Wir halten die Kraftwerksanlagen während der Sicherheitsbereitschaft verfügbar, um im Bedarfsfall nach maximal zehn Tagen Vorlauf wieder ans Netz gehen zu können.“ Mit der Stilllegung in Niederaußem gehen weitere 400 Arbeitsplätze verloren. In Frimmersdorf waren es 1000.

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