Kloster Langwaden zeigt Bilder von Ruth Kruschat und Regina Thebud-Lassak

Kunst in Langwaden: Ausstellung über Natur und Architektur im Kloster

Ruth Kruschat und Regina Thebud-Lassak zeigen in der von Robert Jordan kuratierten Schau aktuelle Arbeiten. Der Titel der Ausstellung im Kloster Langwaden lautet „Verlockende Natur“.

Die Werke der in Grevenbroich lebenden Künstlerinnen Ruth Kruschat und Regina Thebud-Lassak zeigen, wie verlockend die Natur in der Region ist. Dabei trifft Ölmalerei auf Aquarell: Ruth Kruschat malt mit Öl auf Leinwand, sie bevorzugt im Gegensatz zu Regina Thebud-Lassak, die mit Aquarellfarben malt, größere Formate. Zu Naturthemen kommen bei beiden auch Interpretationen der Architektur.

Ruth Kruschat, die unter anderem Malunterricht bei Christoph Rehlinghaus genommen hatte, beschränkt sich im Wesentlichen auf die Natur. Entsprechende Impressionen wie die Seerosen kommen sehr plastisch rüber. Häufig sind Fotografien die Vorlage für die Malerei, wobei die 68-Jährige ein Foto nicht einfach nur abmalt, sondern aus mehreren Fotografien ein Bild macht. Erster Schritt ist stets eine Weißuntermalung. Im Treppenhaus des Klosters hängen zwei sehr großformatige Bilder. Im Format zwei mal 1,40 Meter hat die Grevenbroicherin eine Ansicht aus der Stadt Bergen in Norwegen geschaffen. Zu der aktuellen Ausstellung gehören unter anderem ein klassisches Stillleben und eine riesige Welle – es geht hier um Dynamik, aber auch um Rotation. Ein weiteres bekanntes Motiv ist das Grevenbroicher Stadttor. Eine blühende Sommerwiese mit Klatschmohn und anderen Blumen spiegelt ein Stück heile Natur wider. Ruth Kruschat gelingen die Naturimpressionen ebenso gut wie die Bilder, bei denen die Architektur überwiegt.

Regina Thebud-Lassak begnügt sich mit kleinen Formaten, auch sie verbindet gerne Natur und Architektur. Und auch sie findet die Motive quasi vor der Haustür. Die Natur sieht die Malerin gleichzeitig mit den Augen der Naturwissenschaftlerin. Aquarell und Zeichentusche verzeihen keine Fehler und die 64-Jährige begnügt sich ebenfalls nicht damit, Natur so darzustellen, wie sie ist, sondern nimmt sich immer wieder künstlerische Freiheiten. So überhöht sie Hell-Dunkel-Kontraste, packt das Trübe und das Leuchtende in ein Bild in einer Weise, wie es in der Natur nie möglich wäre. Die Spachteltechnik, die sie hin und wieder anwendet, verfremdet die Motive leicht, lässt sie aber erkennbar und sorgt dafür, dass die Farben besonders hervortreten.

Die Ausstellung im Kloster Langwaden ist noch bis zum 31. März 2019 zu sehen.

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