Kloster Langwaden in Grevenbroich trauert um Pater Basilius

Verlust im Kloster Langwaden : Trauer um Pater Basilius im Kloster Langwaden

Der ehemalige Prior verstarb am Montag im Alter von 75 Jahren.

Elf Jahre war er Prior von Kloster Langwaden, vielen Grevenbroichern bleibt er als optimistischer, engagierter, zupackender Kirchenmann und mit seiner rheinisch-humorvollen Art in Erinnerung.

Am Montag ist Pater Basilius Ullmann im Alter von 75 Jahren verstorben. Im Oktober hatte er vom Krankenbett aus sein Goldenes Professjubiläum gefeiert. „Wir behalten ihn in guter Erinnerung als einen liebenswürdigen Mitbruder, der den Glauben mit Lebenslust verband und der sich immer als Seelsorger für die ihn Anvertrauten einsetzte“, erklären der Prior, Pater Bruno Robeck, und die Klostergemeinschaft.

Pater Basilius stammte ursprünglich aus Leverkusen-Schlebusch. Er begann eine Lehre als Verlagskaufmann, während der Ausbildung lernte er fürs Abitur. Doch seine Zukunft lag nicht im Verlagswesen, sondern im Klosterleben bei den Zisterziensern. „Den Ruf Gottes habe ich schon immer gehört“, sagte er von sich. Pater Basilius half bei den Aufbauarbeiten des Klosters in Langwaden, sein Theologiestudium absolvierte er in Fribourg in der Schweiz. Nach der Priesterweihe war er in Langwaden Kantor und als Cellerar für die wirtschaftlichen Fragen des Klosters zuständig. Nach der Wahl von Pater Prior Bernhard Thebes zum Abt von Osek wurde er Subprior und 1993 Prior. Pater Basilius widmete sich der wirtschaftlichen Situation des Klosters, unter seiner Leitung entstand zudem ein neues Konzept für die Sozialarbeit. Er wirkte auch intensiv nach außen, setzte sich für die ökumenische Zusammenarbeit ein und vertrat als Feldkaplan Kloster und Kirche bei den Langwadener Scheibenschützen. 2017 erhielt er in Langwaden den Oberstorden. Nachdem 2004 Langwaden mit der Einsetzung eines neuen Priors rechtlich selbständig geworden war, arbeitete er als Pfarrvikar im Seelsorgebereich Grevenbroich-Niedererft. 2013 musste er aus gesundheitlichen Gründen diese Arbeit aufgeben.

Die Totenvesper ist am Sonntag, 27. Januar, im Kloster, die Beisetzung am Montag, 28. Januar, 15 Uhr auf dem Klosterfriedhof.