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Klage angedroht: Shopping-Sonntag in Grevenbroich abgesagt

Nach angedrohter Klage : Shopping-Sonntag in Grevenbroich kurzfristig abgesagt

Ein wenig Feierabendmarkt-Atmosphäre sollte er verbreiten, der verkaufsoffene Sonntag am 27. September. Doch daraus wird nichts: Das Sonntags-Shopping ist am Freitag kurzfristig abgesagt worden.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat gegenüber der Stadt deutlich gemacht, dass die rechtliche Grundlage für die Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntags nicht gesehen wird. Sie droht mit einer Klage, sollte es bei der in Grevenbroich geplanten Veranstaltung bleiben.

„Ich bedaure diesen Schritt“, sagte Bürgermeister Klaus Krützen zur Absage. Gleichzeitig sei er „tief verärgert“ – denn: „Stadtmarketing und Werbering haben sehr viel Herzblut und Einsatz in die Vorbereitung gesteckt.“ Der Verwaltungschef kritisiert, dass die Landesregierung mit ihrem Erlass eine „enorme Erwartungshaltung“ geweckt habe, ohne für Rechtssicherheit zu sorgen. „So drohen Städte und Einzelhandel immer wieder ins offene Messer zu laufen“, betont Klaus Krützen, der „bis zuletzt“ darauf gesetzt hatte, dass der verkaufsoffene Sonntag in Grevenbroich möglich sein würde.

Der vierte Senat des Oberverwaltungsgerichts hatte in den vergangenen vier Wochen insgesamt 15 Verordnungen zu verkaufsoffenen Sonntagen gekippt. „Das Risiko, vor Gericht zu unterliegen, ist zu groß. Deshalb haben wir uns schweren Herzens zur Absage entschlossen, um Schaden von der Stadt abzuwenden“, so Krützen.

Andrea Istas, Geschäftsführerin des Stadtmarkertingvereins, zeigte sich enttäuscht. Den bereits verpflichteten Foodtrucks musste eine eine Absage erteilen. Es würde keinen Sinn ergeben, wenn die Anbieter von Süßem und Herzhaftem alleine in der City stünden.

(wilp )