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"KKG - Gegen das Vergessen": Grevenbroicher Schüler-Projekt in Berlin ausgezeichnet​

“KKG - Gegen das Vergessen“ : Grevenbroicher Schüler-Projekt in Berlin ausgezeichnet

Das Projekt „Gegen das Vergessen“ der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule aus der Südstadt ist jetzt bei einem Bundeswettbewerb ausgezeichnet worden. Dafür reiste eine Delegation in die Hauptstadt. Was die Schüler mit dem Projekt erzielen wollen.

Das Projekt „KKG – Gegen das Vergessen“ der Grevenbroicher Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ist jetzt beim Bundeswettbewerb „Demokratisch handeln“ in Berlin ausgezeichnet worden. Seit dem Jahr 2011 setzen sich Schüler in einer Projektgruppe freiwillig dafür ein, die Erinnerung an die zu Zeiten des Nationalsozialismus Verfolgten und Ermordeten wachzuhalten – und zwar in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Grevenbroich. Für ihren Einsatz ist die Projektgruppe jetzt in der Kategorie „Geschichte und Erinnern“ gewürdigt worden.

Eine kleine Delegation aus der Südstadt ist für die Auszeichnung in die Hauptstadt gereist. Dort stand die Vernetzung mit anderen Teilnehmern auf dem Plan. Dazu besuchten vier Schüler der KKG Workshops im Jugendkulturzentrum „Die Weiße Rose“ in Schöneberg. Zudem stellten die Schüler ihr Projekt in der Bibliothek des Schöneberger Rathauses vor – jenem Gebäude, vor dem einst US-Präsident Kennedy den Satz „Ich bin ein Berliner“ sprach.

Die Auszeichnung ist für die Grevenbroicher eine Besonderheit, denn: Im Vorfeld hatte es für den Bundeswettbewerb knapp 300 Bewerbungen gegeben, aber nur 50 Projekte wurden am Ende ausgezeichnet. „In der Projektgruppe organisieren wir Aktionen für den 9. November und für den Gedenktag, den 27. Januar“, erklärt der 16-jährige Maximilian Pohr. „Dazu zählt auch, die Namen Grevenbroicher Opfer zu verlesen.“

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Allgemein gehe es darum, dafür zu sorgen, dass die Gräueltaten aus der Zeit des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten, „darum, dass so etwas nie wieder passiert“, betont Maxim Gaas (16), der nicht mehr auf die Gesamtschule geht, das Projekt aber trotzdem weiter verfolgt. „Rassismus gibt es auch heute noch. Deshalb muss für alle Zeiten daran erinnert werden.“ Außerdem hat die Projektgruppe die Patenschaft für einen jüdischen Friedhof übernommen. 

Zur Projektgruppe zählen Schüler ab der neunten Jahrgangsstufe, die das Thema Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht behandelt haben. Unterstützt werden sie von den Leitern der Gruppe: Geschichtslehrer Thomas Jentjens und Reinhold Stieber (außerschulisch). Auch künftig möchte die KKG am Bundeswettbewerb „Demokratisch handeln“ teilnehmen.

(cka)